Die Bonner Stadtkrippe

Baustellenschild

Es gibt etwas Neues im Bonner Münster seit 2013: Eine Bonner Stadtkrippe.

 

Die Kulisse sind keine Felsen oder Wiesen, sondern die Stadt Bonn. Start ist bereits zum ersten Advent und wöchentlich ändern sich die Szenen. – Als der heilige Franz von Assisi Weihnachten 1223 die erste Weihnachtskrippe schuf, hatte er eine klare Absicht. Er wollte den Menschen seiner Zeit zeigen: Gott hat als Mensch auf dieser Erde klein angefangen, arm, demütig, sich selbst erniedrigt. Die neue „Bonner Stadtkrippe“ will dem Beispiel des Franziskus folgen und das Geschehen von Bethlehem in unsere Stadt strahlen lassen. Damals ist Gott auch für uns heute Mensch geworden. Lassen Sie sich von den wechselnden Bildern überraschen.

 

Wär´ Christus tausendmal zu Bethlehem geboren, doch nicht in dir: du bliebst noch ewiglich verloren (Angelus Silesius)

Im Laufe der Jahrhunderte ist aus der predigenden Krippendarstellung des Franziskus oft eine schöne, weihnachtliche Wohnungs- und nicht selten auch Kirchendekoration geworden. Getreu dem Wort von Angelus Silesius verlagert die „Bonner Stadtkrippe“ das Geschehen von Bethlehem in unsere Stadt. Die Menschwerdung unseres Gottes ist keine fromme Geschichte von anno dazumal, sondern betrifft uns heute, mitten in unserem Leben, in unserer Stadt. Deshalb werden Sie in dieser Krippe keine Schafe finden. Ochs´ und Esel werden sie vergeblich suchen und auch den vertrauten Stall gibt es nicht. Dafür treffen sie auf neue Krippen-Orte: Den Öko-Markt, ein Café oder einen Bussteig. Orte also, die Sie selber aufsuchen oder kennen. Wir sind überzeugt, Gott begegnet uns da, wo wir sind.

 

 

Das digitale Zeitalter trifft auf uralte Holzschnitzkunst

Wir leben in einem Computerzeitalter. Kommunikation, Arbeit, Einkauf, Zeitvertreib finden in Computer und Internet statt. Diese virtuelle Welt gehört inzwischen zur Lebensrealität des modernen Menschen. Die Kulisse der Bonner Stadtkrippe wurde zwar von Hand gezeichnet, aber am Computer. Ebenso aufwändig wie mit Farbe und Leinwand. Das künstlerische Geschick des Grafikers wurde über den Computer im Drucker Realität. Bei den Holzfiguren ist es ganz anders, aber doch ähnlich: Das Geschick des Holzschnitzers wurde über Messer und Pinsel zur Realität. Realität war auch die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Er lebte den menschlichen
Alltag mit Freude, und Alltagssorgen. Er erzählt uns, wie Gott wirklich ist: Unendlich liebend und barmherzig.

 

 

Und was sagen Sie?

Lassen Sie sich ruhig von dieser ungewohnten Darstellung ansprechen, vielleicht auch provozieren. Wo wäre denn Ihr Platz in dieser Krippe? In welcher Szene wären Sie gerne dabei? Vielleicht haben Sie Ideen, was wir im nächsten Jahr darstellen könnten. Unsere Krippe soll im Laufe der Jahre wachsen und erweitert werden um weitere Typen aus der Stadtgesellschaft. Wenn Sie eine Figur spenden wollen, melden Sie sich bitte.

 

Bonner Münster, Citypastoral

Stadtkrippe, Postfach 7190, 53071 Bonn,

stadtkrippe[at]bonner-muenster.de