Aufmerksamkeit

Die Stadtrippe 2017 am 1. Advent

Das rheinische Motto „Mer muss och jünne künne!“ ist zwar oft in aller Munde, doch nicht immer ist wirklich klar was damit gemeint ist. Im Alltag geht es auch oftmals allzu schnell unter. Wer zum Beispiel anderen oder sich selber etwas gönnen möchte, muss erstmal die inneren Antennen dafür schärfen. Der sollte ein Gespür dafür haben, was es gerade braucht. Der muss wahrnehmen, was um einen herum passiert.

 

Das Bild der Stadtkrippe am Ersten Advent versucht ein Stück weit Momentaufnahmen aus der Stadtgesellschaft abzubilden. Uns bekannte Akteure aus dem Stadtbild wie der zuverlässige Straßenkehrer von Bonn Orange sind wieder dabei. Auch darf Beethoven nicht fehlen. Drei Szenen greifen das Thema der Achtsamkeit auf. Sie wecken in uns die Frage: „Was ist hier eigentlich los?“

Hast

Auf dem Münsterplatz sind drei Personen ins rechte Licht gerückt. Der Straßenkehrer von Bonn Orange geht seiner Arbeit nach. Mit seinem Besen fegt er Dreck und Laub zusammen während ein junger Mann in grün hastig an ihm vorbeieilt. Wer genau hinsieht, dem fällt auf, dass er dabei seine Getränkedose auf dem Boden fallen lässt. Ob das ein Versehen ist oder doch absichtlich geschieht? Darum geht es nicht. Wir wollen die Szenerie erstmal nur wahrnehmen und nicht gleich ins Urteilen und Bewerten verfallen. So wie auch der Mann im Hintergrund die Situation zunächst nur aufmerksam verfolgt und wahrnimmt.

 

Vielleicht ergeht es Ihnen ja manchmal auch so. Vor lauter Hektik hasten wir von A nach B und nehmen gar nicht mehr wahr, was um uns geschieht. Dabei könnten wir doch mit all unseren Sinnen den Klängen, Gerüchen und Bildern des Alltags nachgehen

Frau am Denkmal

So wie die junge Frau am Denkmal des Beethoven. In all dem Trubel achtet sie auf die zarten Klänge, die ihre Ohren vernehmen und lauscht der Musik des Beethoven Alles nur Illusion oder doch Realität? Wer weiß, vielleicht sollten Sie beim nächsten Besuch des Denkmals auch mal genau hinhören.

Äpfel am Boden

„Schweig und miss dich nicht mit den anderen“, lautet ein bekanntes Wort der Wüstenväter. Man könnte ergänzen „und erhebe dich nicht über den anderen“. Dies mag auch auf die Person in Weiß zutreffen. Aus einer gewissen Distanz blickt sie auf den Obst- und Gemüsestand und nimmt das bunte Treiben dort wahr: auf den Boden gefallene Äpfel, dazu noch wartende Kundschaft. Wie man den scheinbar überforderten Händler nur helfen könnte? Darum geht es (noch) nicht.

 

So schwer es uns auch fällt, es gilt zuerst einmal wachsam für sich und seine Umgebung zu sein. „Schweig und miss dich nicht mit den anderen“, lautet ein bekanntes Wort der Wüstenväter. Man könnte ergänzen „und erhebe dich nicht über den anderen“. Dies mag auch auf die Person in Weiß zutreffen. Aus einer gewissen Distanz blickt sie auf den Obst- und Gemüsestand und nimmt das bunte Treiben dort wahr: auf den Boden gefallene Äpfel, dazu noch wartende Kundschaft. Wie man den scheinbar überforderten Händler nur helfen könnte? Darum geht es (noch) nicht. So schwer es uns auch fällt, es gilt zuerst einmal wachsam für sich und seine Umgebung zu sein. 

 

Augen und Ohren bewusst offen halten

Wäre das zur Abwechslung nicht mal etwas Neues? Eine Woche lang mal ganz bewusst mit offenen Augen und Ohren, quasi mit all unseren Sinnen, durchs Leben gehen. Sehr schnell werden wir merken, wie unsere inneren Antennen geschärft werden. Wir plötzlich Dinge und Menschen wahrnehmen, die uns vorher auf dem gleichen Weg nie aufgefallen waren. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Die Stadtkrippe 2017 am 1. Advent