HOTLINE zur Flüchtlingshilfe in Bonn

AKTION NEUE NACHBARN Mo-Fr 14:00-16:00 T 0228 108 333

Bilanz nach einem Jahr Erfolgsgeschichte: Zentrallager Sachspenden Bonn feiert 1. Geburtstag

Ausgeweiteter Empfängerkreis: Auch Bedürftige können zukünftig versorgt werden
3. April 2017; Sebastian Eckert

Das Zentrallager Sachspenden Bonn (ZeSaBo) öffnete am 1. März 2016 erstmals seine Tore. Nach einem Jahr zieht das in seiner Art bundesweit einzige Logistikzentrum der lokalen Flüchtlingshilfe Bilanz und öffnet seinen Bestand auch für andere Bedürftige. Auf
einer 1 000 m2 großen Fläche werden die Sachspenden der Bonner Bevölkerung angenommen, geprüft, sortiert, eingelagert und wieder ausgegeben


Durch den großen Bedarf an Sachspenden innerhalb der Bonner Flüchtlingshilfe, dem hohen Spendenaufkommen aus der Bevölkerung und dem beschränkten Platz der Kleiderkammern in den Sammeleinrichtungen entstand Anfang 2016 der Plan, ein Logistikzentrum in Bonn zu betreiben. Das mithilfe der Stadt Bonn und den Partnern DP DHL, DRK und BsE entstandene ZeSaBo wird durch die Gemeinde St. Petrus koordiniert und hat an drei Tagen die Woche geöffnet.


Weit mehr als 5 000 Stunden ehrenamtlicher Einsatz
Alle Arbeiten im ZeSaBo werden ausschließlich durch Ehrenamtliche geleistet. In nur einem Jahr kamen über 5 000 Stunden Einsatz und Engagement zusammen. Dazu kommen ungezählte ehrenamtliche Arbeitsstunden von regionalen und überregionalen Firmenmitarbeitern, Lehrern und Schülern sowie Mitgliedern von Organisationen und Vereinen.


Ausgegeben werden die Spenden an mehr als 200 registrierte haupt- oder ehrenamtliche Betreuer und Paten, die sich um die Menschen in den Bonner Einzel- oder Sammelunterkünften kümmern. Für sie werden im ZeSaBo gespendete Kleidung und Schuhe für Männer, Frauen, Kinder und Babys, Bett- und Badwäsche, Schul- und Bürobedarf, Hygieneartikel und Küchenutensilien kommissioniert.


Über 60 000 Warenstücke wurden bereits ausgegeben
"Seit dem 1. April wurden bereits über 60 000 Warenstücke ausgegeben. Damit konnten wir rund 80 Prozent des Bedarfs erfüllen", freut sich Hauptkoordinator Jan Erik Meyer. "Gleichzeitig ist das Lager immer noch sehr gut gefüllt, und die Spendenbereitschaft aus der Bonner Bevölkerung und auch aus der Wirtschaft lässt in Menge und Qualität nicht nach!"

 

Aufgrund der positiven Erfahrungen des zurückliegenden Jahres gehen die Betreiber des ZeSaBo jetzt einen wichtigen Schritt weiter: Das Zentrallager Sachspenden öffnet sich für weitere Empfängerkreise. Zukünftig kann sich jeder, der sich haupt- oder ehrenamtlich um hilfsbedürftige Menschen kümmert, als Besteller registrieren lassen und dort seinen Bedarf decken.


"Nach einem Jahr mit vielen Erfahrungen und beeindruckenden Ergebnissen gehen wir mit Freude an die neue Aufgabe. Der Zuspruch war von Anfang an groß und ist es immer noch", so Meyer. Dennoch bittet er die Bonner: "Helfen Sie uns weiterhin mit Sach-, Zeit- oder Geldspenden!"

 

Das Zentrallager Sachspenden Bonn (ZeSaBo) ist das übergeordnete, zentrale Sachspendenlager in der Flüchtlingshilfe. Es bedient alle Bonner Bürger, die sich in der Flüchtlingshilfe um die Vermittlung von Sachspenden kümmern. Es ist auf einer Fläche von insgesamt 1 000 m² in den Hallen der ehemaligen Postzustellbasis Ecke Kaiser-Karl Ring/Vorgebirgsstraße untergebracht. Träger des ZeSaBo ist die Bundesstadt Bonn in Kooperation mit folgenden Partnern: Konzern DP DHL Group, Aktion Neue Nachbarn, Deutsches Rotes Kreuz und Betreuungsgesellschaft für soziale Einrichtungen. Koordiniert wird es von der Gemeinde St. Petrus. Alle Arbeit im ZeSaBo wird von Ehrenamtlichen getragen.
Website: www.sachspenden-bonn.de

Zurück