Syrische Marienlieder im Kölner Dom

Bonner Flüchtlinge nahmen an der Pilgerandacht für Geflüchtete teil
27. September 2016; Sebastian Eckert

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Während der Messe

KÖLN / BONN. Bis auf die letzte Bank war der Kölner Dom während der Pilgerandacht für Geflüchtete besetzt. Dazu eingeladen hatten das Erzbistum Köln und der Malteser Hilfsdienst im Rahmen der diesjährigen elften, Domwallfahrt am Samstag, 24. September 2016. Auch viele Bonner Geflüchtete folgten der Einladung.

 

Weihbischof Ansgar Puff zelebrierte die Andacht im Dom gemeinsam mit dem syrisch-katholischen Pfarrer Riad Behnam Sadic und Pater Ephrem Azar von den Dominikanern aus dem Irak. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki begrüßte die neuen und alten Nachbarn.

 

Die gesprochenen Gebete wechselten in deutscher, arabischer und aramäischer Sprache. Zum Ende hin pilgerten die Gläubigen durch den Dom mit dem Holzkreuz aus Lampedusa vorneweg, ein Zeichen gegen das Vergessen der zahlreichen Toten im Mittelmeer Der Weg ging durch den Mittelgang zum Flüchtlingsboot am Hauptportal und anschließend  unter dem Schrein der Heiligen drei Könige durch zum Ausgang. Dabei wurden in  sehr bewegender Weise Marienlieder in syrischer Sprache gesungen.

 

Die rund 800 Gäste aus dem Erzbistum und Teilen NRWs konnten auf Tuchfühlung gehen: Woelki und Weihbischof Puff verabschiedeten die Pilger mit einem Handschlag. Viele Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, ein paar Worte mit dem Kardinal und dem Weihbischof zu wechseln oder gemeinsame Fotos zu machen.

 

Anschließend verteilten die Malteser rund 600 Mittagessen an die Pilger.

 

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