Bonner Münster-Laden schließt im Herbst - Dank an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter - Schmerzvolle Entscheidung

30. April 2018; Reinhard Sentis (presse@katholisch-bonn.de)

BONN. Vor 16 Jahren eröffnet, etabliert in der Bonner Geschäftswelt und geschätzt von Kunden, Touristen und Pilgern muss der Bonner Münster-Laden zum 30. September 2018 seine Türen schließen. Schweren Herzens hat dies der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Sankt Martin als Eigentümerin jetzt entscheiden müssen. Die Umsatzzahlen der letzten Jahre haben nicht mehr zu einem positiven Geschäftsergebnis geführt, sodass dies nach intensiven Erörterungen mit dem Generalvikariat des Erzbistums Köln als Aufsichtsbehörde unumgänglich wurde, den Münster-Laden zu schließen, um finanziellen Schaden von der Kirchengemeinde abzuwenden.

 

Der Münster-Laden wurde 2002 eröffnet und sollte mehr sein als ein Geschäft. „Dahinter stand die Idee, über den Verkauf von Kerzen, Bibeln und Büchern mit Menschen ins Gespräch über Fragen des Glaubens zu kommen“, erklärt Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher. Dies habe sich pastoral sehr bewährt und der Münster-Laden sei ein Vorposten der Kirche in der Bonner City gewesen. „Die vielen engagierten Ehrenamtlichen haben der Kirche hier ein Gesicht gegeben und den Kunden und Suchenden ein offenes Ohr geschenkt. Für sie alle tut mir diese Entscheidung sehr leid und weh.“

 

Geführt wurde der Eigenwirtschaftsbetrieb der Kirchengemeinde von Haupt- und Ehrenamtlichen in einer guten Kooperation mit der Katholischen Citypastoral. Allerdings fehlte am Ende der Umsatz, der es ermöglich hätte, den Laden ohne Verlust zu führen. „Es tut mir und meinen Kollegen im Kirchenvorstand in der Seele weh, dass wir diesen Beschluss fällen mussten!“, erläutert Michael Bogen, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender. „Ich bin nach wie vor von dem Konzept überzeugt, muss aber einsehen, dass der Laden wirtschaftlich nicht mehr zu halten ist.“

 

Der Kirchenvorstand hat in den letzten Monaten alles getan, um eine Schließung abzuwehren. Auch die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit großem Einsatz versucht, das Geschäftsende abzuwenden. Ihnen gilt der besondere Dank des Kirchenvorstandes. Einige von ihnen sind schon seit der Eröffnung des Ladens dabei. Sie alle haben mit dazu beigetragen, dass der Laden in der City zu einer guten Adresse geworden ist.

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