Bonner trauern um Kardinal Meisner

5. Juli 2017; Reinhard Sentis (presse@katholisch-bonn.de)

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Am Stadtpatronealtar brennt die Osterkerze für den Verstorbenen
 

KÖLN/BONN. Die Katholische Kirche in Bonn trauert um den ehemaligen Erzbischof des Erzbistums Köln, Joachim Kardinal Meisner. Im Alter von 83 Jahren verstarb der Alterzbischof am Morgen des 5. Juli 2017 während seines Urlaubs in Bad Füssingen.

   

„Kardinal Meisner hat unser Erzbistum und die Kirche in Deutschland entscheidend mit geprägt“, sagte Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher. Mit großer Anerkennung hätten die Menschen auch in Bonn verfolgt, mit wieviel Kraft Meisner seine Aufgaben als Erzbischof wie auch als Kardinal der Weltkirche bis ins Alter erfüllte. „Viele Menschen in Bonn trauern um unseren ehemaligen Bischof, der sie mit klarem Wort als treuer Verwalter der Sache Gottes geführt hat.“ Im Bonner Münster und in der ganzen Stadt Bonn werde man für den verstorbenen Erzbischof beten.

 

Als die Nachricht in Bonn eintraf, läutete Totenglocke des Münsters ebenso wie um 12.00 Uhr. Im Mittagsgebet wie auch in allen anderen Gottesdiensten wurde für den verstorbenen Erzbischof gebetet. Am Stadtpatronealtar wurde ein Bild des Erzbischofs aufgestellt und die Osterkerze entzündet.

 

Requiem in Bonn

Zu einem Requiem für Kardinal Meisner lädt die katholische Kiche in Bonn am Freitag, 14. Juli 2017, um 18.00 Uhr ins Bonner Münster ein. Die Totenmesse wird Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher mit den Gläubigen feiern. Bis dahin werden täglich um 15.00 die Totenglocken der katholischen Kirchen in Bonn läuten. Am Bonner Münster wird das Trauergeläut durch die 260 Jahre alte Jesus-Maria-Klemens-Glocke angestimmt.

 

Beisetzung am 15. Juli

Der verstorbene Kardinal wird von Freitag, 7. Juli bis Montag, 10. Juli in der Kölner Kirche St. Gereon aufgebahrt. Am 7. Juli um 18.00 Uhr wird Kardinal Woelki dort eine Vesper feiern. Am Freitag, 14. Juli ist St. Gereon ab 8.00 Uhr geöffnet und die Gläubigen können am verschlossenen Sarg beten. Um 18 Uhr wird eine Totenvesper abgehalten. Die Exequien werden gehalten am Samstag, 15. Juli um 10.00 Uhr von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki im Kölner Dom. Anschließend wird Kardinal Meisner in der Bischofsgruft bestattet. Bereits um 9.15 Uhr wird es eine Prozession von St. Gereon zum Dom geben.

 

Einsatz für Adelheid und Helena

Während seiner 25 Dienstjahre war Kardinal Meisner oft in den Bonner Gemeinden zu Gast. Er setzte sich persönlich für die Erhebung der Heiligen Adelheid zur Stadtpatronin ein. Zu den Höhepunkten zählt sicher die Überbringung einer Reliquie der Heiligen Helena ins

Bonner Münster im August 2012. Einige Wochen zuvor hatte Meisner das Geschenk des Trierer Domkapitels an die Schwesterkirche in Bonn aus den Händen von Bischof Ackermann bekommen.

 

Schulterschluss zwischen Oberbürgermeisterin und Kardinal

Mit dem Hauptstadtbeschluss 1991 stand auch die Frage im Raum, ob das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz seinen Sitz nach Berlin verlegen sollte. Eine ohnehin notwendige Sanierung des teils baufälligen Gebäudes begünstigte seinerzeit dieses Vorhaben. Doch Kardinal Meisner setzte sich gemeinsam mit der damaligen Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann vehement für den Verbleib des Sekretariates am Rhein ein. Mit Erfolg: Am 6. September 2004 weihte der Kardinal den Altar in der Kapelle des neuen Dienstgebäudes für die 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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