Bonner unterstützen Lebensschule des Friedens und der Versöhnung in Jerusalem

Große Freude und Dankbarkeit - Stadtdechant übergibt Spenden an Kindergarten in Jerusalem - Lücking Michel übernahm Schirmherrschaft - Christen im Heiligen Land
10. März 2017; Stadtdekanat Bonn, Pressestelle (presse@katholisch-bonn.de)

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JERUSALEM/BONN. Mit einem Morgenlied in deutscher Sprache wurde Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher im Kindergarten am deutschen Hospiz in Jerusalem begrüßt. Im Gepäck hatte er einen Scheck über 1750.00 Euro. Unter der Schirmherrschaft der Bonner Bundestagsabgeordneten Dr. Claudia Lücking-Michel (CDU) hatte das Bonner Münster im Advent zu Spenden aufgerufen. In der Einrichtung, welche der Orden der Borromäerinnen betreut, werden 140 Kinder von arabischen Erzieherinnen auf die Schule vorbereitet werden. Das Geld soll für Renovierungsmaßnahmen verwendet werden, die der israelische Staat kurzfristig verordnet hat.

 

Msgr. Wilfried Schumacher nutzte den privaten Urlaub im Heiligen Land, um den Ordensschwestern die Spenden aus Bonn zu überbringen und sich von Schwester Daniela Gabor über ihre Arbeit informieren zu lassen. Die Borromäerrinnen widmen sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in Jerusalem der Erziehung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere von Mädchen. Der heutige Kindergarten wurde 1989 eröffnet. "Unsere Kindergarten ist eine Lebensschule des Friedens und der Versöhnung", beschrieb die Ordensfrau ihre Arbeit. "Die Kinder lernen hier Respekt und Toleranz im Umgang mit den anderen." Die große Freude über die Spende war allen anzusehen.
 

Der vornehmlich von Muslimen und Christen besuchte Kindergarten respektiert zum Beispiel den jüdischen Sabbat. "An diesem Tag haben wir auch geschlossen mit Rücksicht auf unsere jüdische Umgebung. So lernen die Kinder und darüber auch die Familien, die religiöse Praxis anderer zu akzeptieren."

 

Stadtdechant Schumacher staunte als er erfuhr, dass die Kinder nicht nur in ihrer arabischen Muttersprache, sondern auch in Englisch und Deutsch unterrichtet werden: "Beste Voraussetzungen, um später die Schmidt-Schule vom Deutschen Verein vom Heiligen Land in Osterjerusalem zu besuchen", stellte er fest und ist überzeugt: "Die Schwestern leisten an diesem Brennpunkt der Welt wahrlich Friedensarbeit und sie verdienen es, von uns unterstützt werden."

 

"Wir sind den Menschen in Bonn sehr dankbar für die Spenden", sagte Schwester Gabriela Zinkl, die Novizin bei den Borromäerinnen ist und im Kindergarten mitarbeitet. Die Arbeit mit und für die Kinder brauche zunächst viel Liebe, aber eben auch finanzielle Unterstützung, die es in Israel nicht so gibt, wie in Deutschland.

 

Das Projekt steckt zwar buchstäblich in den Kinderschuhen, aber es gibt schon Ideen, die gute Sache über das Bonner Münster hinaus in Bonn wachsen zu lassen. Derzeit werden Kindergärten gesucht, die Interesse an einer Partnerschaft haben. Für Oktober ist eine Pilgerfahrt ins Heilige Land geplant, bei der die Teilnehmer auch die Vorschule im Deutschen Hospiz kennenlernen werden.

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