ENTFÄLLT: Gottesdienst am und auf dem Rhein in Bonn

25. Dezember 2017; Reinhard Sentis (presse@katholisch-bonn.de)

ACHTUNG: WEGEN DES STEIGENDEN RHEIN-PEGELS ENTFÄLLT DIE FLUSS-SEGNUNG!

 

BONN. Zur Wasser-Segnung des Rheins laden die Griechisch-Orthodoxe und die Katholische Kirche, am „Fest der Taufe Jesu“, 7. Januar 2018. Gegen 12.00 Uhr werden Vertreter aus beiden Konfessionen mit der „Rheinnixe“ auf die Flussmitte fahren, wo während der Segensfeier mehrfach ein Kreuz in das Wasser geworfen wird. Vom Bonner und Beueler Ufer aus können die Teilnehmer mitfeiern (Anlegestellen M. S. Rheinnixe, Bonn: Erste Fährgasse/Rathenauufer, Beuel: Steinerstraße 1).

„Der Rhein ist seit Jahrhunderten die Lebensader unserer Stadt. Den Fluss zu segnen, bedeutet alle zu segnen, die auf ihm unterwegs sind, aus welchen Gründen auch immer“, sagt Stadtdechant Schumacher. In der orthodoxen Kirche hat die Wasser-Segnung eine lange Tradition. Sie erinnert an die Taufe Jesu im Jordan und an die Bedeutung von Gewässern als Teil der lebendigen Schöpfung. „In Griechenland segnen wir nahezu alle Flüsse und Seen in Erinnerung an die Taufe Jesu“, erläutert Erzpriester Ntallis. In Russland müssten dazu oft Löcher in die zugefrorenen Gewässer gebohrt werden. Dagegen sei es wärmeren Gegenden Brauch, dass ein Gemeindemitglied vom Schiff ins Wasser springt und das Kreuz aus dem Wasser holt, so der Erzpriester. Die griechisch-orthodoxe Gemeinde in Bonn feiert seit 1980 die Flusssegnung, 2015 erstmalig ökumenisch mit der katholischen Kirche.

Hintergründe & Ablauf der Wasserweihe (von Msgr. Bernhard Auel, Subsidiar am Bonner Münster): Zur Wasserweihe ziehen die Gläubigen mit den Diakonen und Priestern in einer Prozession zum Ort der Segnung. Sie wird vollzogen am Taufbecken in der Kirche und auch draußen an Quellen, Flüssen oder am Meer. Alttestamentliche Verheißungen, Fürbitten und Hymnen bereiten auf die Weihe vor. Das Weihegebet, ein großartiger Lobpreis auf den unbegreiflichen Gott, der Knechtsgestalt annahm, um als Mensch unter den Menschen zu leben und sie zu erlösen, stammt aus der Feder des Jerusalemer Patriarchen Sophronios (560-638). Zum Zeichen, dass Christus bei seiner Taufe das Wasser des Jordan vom Bösen gereinigt und mit göttlicher Kraft geheiligt hat und dass er im Todesleiden in das Grab untertauchte und aus ihm auferstand, wird ein Kreuz dreimal in das Wasser gesenkt und so im Wasser das Zeichen des Kreuzes gemacht, während dazu mehrmals das Troparion (das Festgebet) gesungen bzw. gesprochen wird. Danach segnet der Priester die Gläubigen mit dem geweihten Wasser.

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