Eine "neue Schöpfung" für das Bonner Münster

Münster-Stiftung präsentiert neuen Weißwein - Vorzugspreis bis zum 1. Mai - Mit Genuss Gutes tun - Alte Weintradition
27. April 2018; Reinhard Sentis (presse@katholisch-bonn.de)

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BONN. Sie sind äußerst beliebt und ein Genuss mit dem man Gutes tun kann: Die Weine der Stiftsherren-Edition. Bonner Münster-Stiftung und Münster-Bauverein stellten jetzt zusammen mit dem traditionsreichen Weingut Brogsitter die Edition 2018 der „Schöpfung“ vor. Der Name des Grauburgunders leitet sich ab vom Etikett, auf dem ein Ausschnitt aus einem der sieben Apsis-Fenster zu sehen ist, die Gottes Schöpfung thematisieren. 1,50 Euro jeder verkauften Flasche gehen an die Münster-Stiftung Erhältlich ist der Wein für 7,95 Euro in Brogsitters Vinothek (Gelsdorf) und Online-Shop sowie im Bonner Münster-Laden, wo der gute Tropfen am 28. und 30. April im zu einem Vorzugspreis von 6,95 Euro pro Flasche verkauft wird.

 

Seit dem 17. Jahrhundert steht im Bonner Münster ein Altar, der dem Heiligen Urban, dem Patron der Winzer gewidmet ist, der sogenannte Krippenaltar – übrigens ein Geschenk der Weinbergpächter. Er erinnert bis heute an das Bonner Cassius-Stift, welches im Mittelalter eines der bedeutendsten und reichsten Stifte im gesamten Rheinland war. Es besaß Weinberge an Ahr, Rhein und zeitweise auch an der Mosel. An diese Tradition wollen will die Stiftsherren-Edition erinnern.

 

 „Der Wein zeichnet sich aus durch einen duftigen Charakter mit herrlich delikatem Bukett und feinsten Aromen frischer Mangos“, erklärt Hans Joachim Brogsitter. „Für alle Liebhaber des Grauburgunders ist die Schöpfung ein ganz besonderer Wein in der Stiftsherren-Edition aus unseren Weingärten im sonnigen Hügelland Rheinhessen.“

 

Die Apsis-Fenster des Bonner Münsters

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren im Bonner Münster sieben Fenster des Chores mit dem Ziel einer Verherrlichung der sieben Schöpfungstage ausgeschrieben worden. Die Wahl fiel auf Josef Strater und er ehielt von der Bundesregierung den Auftrag zugesprochen. Die drei zuerst eingefügten Fenster zeigen ein in großartigen Variationen changierendes tiefes Blau als Hintergrund, über den in Tieren Pflanzen und Figuren ungemein eindrucksvolle, feine Farben-skalen gestreut sind. Die Gewänder wechseln vom satten Gelb zum Weiß und Grau. Die weiteren Fenster zeigen die Erschaffund der Fische und Vögel, sowie die Erschaffung von Himmel und Erde, von Licht und Gestirne. Im Jahr 1950 fand in Rom eine internationale Ausstellung christlicher Kunst statt. Sie enthielt eine Reihe Arbeiten namhafter Künstler vom Niederrhein. Die Werke wurden in München von einer Jury ausgewählt und sie entschloss sich für den Entwurf eines der Schöpfungstage des Bonner Münsters.

 

Mit Genuss Gutes tun!

„Auf vielerlei Weise versuchen die Bonner Münster-Stiftung und der Münster-Bauverein, die Bedeutung des Bonner Münsters den Menschen nah und fern bekannt zu machen“, sagt der Bonner Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher, der auch zweiter Vorsitzender der beiden Institutionen ist. „Ein Weg ist seit 14 Jahren unser Kapitellchen, woraus sich heute die Stiftsherren-Edition mit Schöpfung, Münstergold und den Stiftskräutern entwickelt hat.“ Seit nun neun Jahren kommen die Weine vom dem traditionsreichen und weltweit bekannten Weingut Brogsitter.

 

Die Weine gehören als sogenannte „Sitftslese“ mit dem Sekt und dem Kräuterlikör „Stiftskräuter“ zur „Bonner Stiftsherren-Edition“. Damit knüpft die Bonner Münster-Stiftung an die lange Weintradition des ehemaligen Cassius-Stiftes an.

Der Schenk des Stiftes hatte ursprünglich den Stiftsherren (Kanonikern) den Wein auszuschenken. Nach einer um 1600 verfassten Handschrift sollte er ihnen an insgesamt 23 hohen Festtagen zusammen rund 700 Liter Wein reichen. Für die höheren Ämter des Stiftes war festgelegt, wie viele hundert Liter Wein zu ihren jährlichen Einkünften zählten.

Einen guten Wein und Sekt genießen und das Bonner Münster bekannt machen, erhalten und fördern:

Kapitellchen (0,75) 12,95 € (1,50 € an Münster-Stiftung)

Schöpfung (0,75) 7,95 € (1,50 € an Münster-Stiftung)

Münster-Gold (0,75) 11,20 € (1,50 € an Münster-Bauverein)

Münster-Gold (0,20) 3,30 € (0,50 € an Münster-Bauverein)

Bonner Stiftskräuter (0,20) 9,90 €, Bonner Stiftskräuter (0,50) 19,90 €

 

Die Stiftsherren-Edition ist erhältlich

Bonner Münster-Laden (Gerhard-von-Are-Straße 1, 53111 Bonn)

Brogsitters Vinothek Grafschaft (Max-Plank-Str. 1, 53501 Grafschaft)

brogsitter.de

 

„Kapitellchen“

Der Name „Kapitellchen“ nimmt Bezug auf die fast 900 Jahre alten Kapitelle des Kreuzgangs, die allesamt unterschiedlich gestaltet sind. Die diesjährige Abfüllung, ein Spätburgunder von der Ahr, ziert ein „Palmetten-Kapitell“. Die Palmette war bereits in der babylonischen Kunst gebräuchlich. Im antiken Griechenland wurde die Palmette seit dem 8./7. Jahrhundert v. Chr. als eine der häufigsten Zierformen verwendet. Die Palmette erinnert an eine Hand mit gespreizten Fingern oder an das Blatt der Fächerpalme. In der assyrischen Vorstellung hatte die Palmette die Rolle des Lebensbaumes inne. Die Karolingische Kunst übernahm um 800 aus der nur wenige Jahrhunderte zurückliegenden Spätantike die Palmette. Die Romanik hat diese Schmuckform übernommen.

Spezifikation: feine sehr seltene Rebsorte, äußerst niedrig im Ertrag und diffizil im An- und Ausbau. Seine Herkunft verdankt der Frühburgunder einer Mutation aus dem Blauen Spätburgunder. Er stammt also aus der Familie der echten Burgundersorten (Pinot). Eine der seltensten roten Rebsorten der Welt!

 

Der feine Frühburgunder-Wein aus dem Hause Brogsitter stammt von den besten Lagen des Ahrtals. „Eine autochthone Rebsorte, die wir in unserem Weingut rekultiviert haben“, erläutert Hans Joachim Brogsitter. „Äußerst niedrig im Ertrag und diffizil im An- und Ausbau, der im Eichenfass erfolgt.“

  

„Bonner Stiftskräuter“

Seit 2012 gehört auch ein Kräuterlikör zur Stiftsherren-Edition. Die „Bonner Stiftskräuter“ wachsen in den ehemaligen Ländereien des Cassius-Stiftes, bevor sie in der Eifel-Destillerie P. J. Schütz ohne Zugabe von künstlichen Aromen veredelt werden. Die Geschichte der Eifel-Destillerie beginnt im Jahre 1925 mit der Errichtung der landwirtschaftlichen Kornbrennerei. Hochwertige Kräuterspirituosen, sowie beste Fruchtliköre aus natürlichen Rohstoffen, sind die Markenzeichen der Destillerie. Doch der Hof des mehrfach preisgekrönten Familienunternehmens ist noch viel älter und war vermutlich ein Zehnthof des Bonner Stiftes

 

„Münstergold“

Ebenfalls im Sortiment ist ein Pinot Noir / Blanc de Noir Sekt Brut in edler Ausstattung unter dem Namen „Münstergold“. Blanc de Noir entsteht durch ein Verfahren, das man auch in der Champagne verwendet. Die roten Spätburgundertrauben werden sehr schonend und mit größter Sorgfalt gepresst, der Saft sofort von den Beerenhäuten getrennt. Auf diese Weise gelangen die roten Farbpigmente aus den Beerenschalen nicht in den Most. Das Ergebnis dieses Kelterverfahrens: ein heller, leicht cremefarbener Sekt mit der geschmacklichen Kraft des roten Spätburgunder.

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