Fronleichnam, Predigt von Pfarrer Bernd Kemmerling (Kommissarischer Stadtdechant)

31. Mai 2018; Bernd Kemmerling (presse@katholisch-bonn.de)

Predigt des kommissarischen Stadtdechanten von Bonn, Pfarrer Bernd Kemmerling, an Fronleichnam, 31. Mai 2018, in der Remigius-Kirche. Manuskript.

 

Liebe Schwestern und Brüder,

schön, dass sie trotzdem gekommen sind, auch wenn wir hier in Remigius keine Polster erwarten durften. – „Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon für das Festmahl vorbereitet und mit Polstern ausgestattet ist!“[1]

 

Liebe Mitchristen, ist das nicht ein verlockendes Angebot: mit Polstern ausgestattet! Das hört sich nach Komfort an, nach sich zurückziehen können, sich entspannen und seine Ruhe haben dürfen – heute würde man wohl sagen: Das hört sich an nach einem Ort zum „Chillen“. Das tönt nach unter sich sein können – es sich gut gehen lassen. Welch´ verlockendes Angebot!

 

Schlagen wir den Bogen in unsere Zeit, ins hier und heute, dann artikuliert sich auch in unserer Kirche hier und da der Wunsch, sich doch besser zurückziehen zu wollen – sich von der ach so kompliziert und auch vielerorts gottlos gewordenen säkularen Welt zu absentieren. Auf eine Insel der Seligen zu flüchten, auf der wir fernab der Lebenswelt und Wirklichkeit unserer Zeit, in frommen Liturgien und innerkirchlichen Räumen auf behaglichen Polstern die Ewigkeit feiern. Erbauliche Reden halten. – Aber doch bitteschön nicht mit bauen an der Welt hier und heute.

 

Ja, es gibt nicht nur innerhalb der Kirche Menschen, die von diesem verlockenden Angebot gerne wirklich Gebrauch machen wollen. Sondern auch von außen gibt es Zeitgenossen, die die Kirche gerne wieder ins binnenkirchliche Getto verbannen wollen, damit sie sich mit ihrem Kerngeschäft, der Liturgie, befasst und nicht unbequemer Störfaktor im gesellschaftlichen Diskurs unserer Zeit ist. Aber alle geschlossenen Gesellschaften, liebe Mitchristen, das wissen wir, gehen kurz oder lang ein, wenn sie nicht nach draußen gehen und sich eröffnen.

 

Fronleichnam feiern heißt, bekennen, dass wir dieser Versuchung nicht erliegen, uns ins Interieur der Kirche zurück zu ziehen, mögen die Polster auch noch so verlockend sein! Wir feiern Fronleichnam, weil wir glauben, dass einerseits der Liturgie, gerade auch in ihrem Zentrum, der heiligen Eucharistie, dass der heiligen Liturgie eine fundamentale, prägende und einzigartige Bedeutung im Leben unserer Kirche zukommt. Wir können die Liebe Gottes nur leben, wenn wir sie auch immer wieder feiern und ihrer selbst darin inne werden. Sonst kann nichts mehr von uns ausgehen. Und wir merken sehr schnell in der Begegnung mit anderen Menschen, ob das Menschen sind, die bei sich bleiben oder ob es Menschen sind, von denen etwas ausgeht, von denen -das ist meine Erfahrung- er ausgeht, - seine Liebe ausgeht. Ansonsten tragen wir leere und darum wirkungslose Formhülsen durch die Welt.

 

Wir feiern Fronleichnam darum auch andererseits, um nicht zu vergessen, dass jede Liturgie, die wir feiern, jede Begegnung mit dem lebendigen Gott in Wort und Sakrament, in die Caritas, in die Diakonie, in die Verkündigung, in die Begegnung mit dem Menschen, gerade auch den notleidenden Menschen, drängt. Der Liebe Gottes, die wir feiern, der wohnt eine Dynamik inne, die in die Welt drängt, damit sie dort Gestalt annimmt, das Angesicht der Erde erneuert.

 

Von dieser Liebe bewegt, war die heilige Katharina von Siena[2] fest entschlossen, wenn sie sagte: Ich will mich einmischen in die Welt! Jesus hat ja keinen Gott an und für sich verkündet, sondern einen Gott für die Welt, dem radikal das Heil jedes einzelnen Menschen am Herzen liegt. – Ich will mich einmischen in die Welt! – Bei allen Diskussionen, die wir in den vergangenen Tagen und zwei Wochen hier in Bonn geführt haben, steht für mich zweifellos fest, dass unser alter Stadtdechant, Msgr. Schumacher, 20 Jahre lang sich an dieser Devise der Heiligen von Siena orientiert hat und sie der zu seiner eigenen gemacht hat. Er hat sich eingemischt als Kirche in die Welt und in die Wirklichkeit von Bonn. Er war präsent, weil Gott [etwas] am Menschen liegt.

 

Darum, liebe Mitchristen treten wir heute mutig und selbstbewusst aus dem Innenraum der Kirche heraus auf die Straßen dieser Welt, und zeigen wir, in dem wir uns unter die Leute, unter die Welt mischen, dass bereit und willens sind, hier und jetzt in unserer Stadt Bonn wie auch im Zeitalter der globalen Vernetztheit mit fernen Menschen und der Schöpfung auf der einen weiten Welt zu verbinden! Das heißt, heute gilt nicht die Devise: Nur sich ausruhen und Kräfte sammeln auf behaglichen Polstern. Sondern auch und vor allem gilt die Devise: Aufbrechen, Anpacken auf der Baustelle. Hier entsteht: Das Reich Gottes!

 

Und wir haben -das wissen wir alle- momentan viele Baustellen in unserer Kirche – architektonische wie in unserem Münster, zugleich atmosphärische gerade auch hier in Bonn. Verschiedene Ereignisse der vergangenen Wochen lassen es uns noch einmal selbstkritisch feststellen: Auch unsere Kirche ist notwendigerweise im Umbau begriffen, ist und bleibt eine ewige Baustelle. Tertullian hat das schon gesagt, als er feststellte und resümierte: Ecclesia semper reformanda! Die Kirche ist immer erneuerungsbedürftig. Und überdies hat jeder von uns persönlich seine ganz persönlichen Baustellen, an denen er tagaus und tagein arbeitet.

 

Wenn wir uns in diesen Tagen hier in Bonn bewegen, erfahren wir an vielen Orten, was es heißt, mit Baustellen leben zu müssen, so dass nicht wenige fragen: Müssen denn die vielen Baustellen wirklich alle zeitgleich sein? Auf Straßen und Plätzen? Am Bahnhof, an der Uni, an der Beethovenhalle und, und, und…

 

Baustellen haben es an sich, dass sie normale Abläufe stören, dass sie verlangsamen, anhalten und Beweglichkeit und Geduld provozieren, weil Sie nicht selten warten müssen, Umwege, Umleitungen mit sich bringen. Baustellen sensibilisieren uns dafür, dass nicht alles ewig hält, dass es Zeiten der Sanierung und Restauration gibt, wenn doch Altes auch bewahrt werden soll auch im Morgen.

 

Auf Baustellen ist immer etwas los. Sie sind normalerweise zutiefst Orte der Lebendigkeit, der Kreativität, der Inspiration, der Bewegung. Wenn Altes beseitigt und ganz neues erstehen soll, dann sind es auch Orte, die das Abschiednehmen lehren und die Offenheit für Neues zugleich lehren. Baustellen vermitteln aber auch immer –Gott sei Dank- die Freude daran, überhaupt etwas planen, gestalten und bauen zu können. Sie wecken unsere kreative Ader.

 

Und vieles von all dem, liebe Schwestern und Brüder, gilt auch beim Aufbau des Reiches Gottes. Auch hier ist unsere kreative Ader gefragt. Hier, heißt es, entsteht das Reich Gottes. Also nicht fernab in frommen Sonderwelten. Auch für uns gilt: Das Reich Gottes ist schon mitten unter uns im Erstehen begriffen. Begreift doch, wenn wir uns an die Lesung aus dem Korintherbrief erinnern, begreift doch, dass das Fundament, Christus selbst, auf ewig gelegt ist. Ihr dürft darauf mutig weiterbauen.[3]

 

In Jesus Christus, in seiner Person ereignet sich Reich Gottes – damals wie heute. Und wir selber sind als Christen und Christinnen eingeladen, ihn, Christus, zu verkörpern und persönlich dieses Interesse Jesu Christi, dieses Inter-Esse[4], dieses Dabei-sein-wollen Gottes in unserer Welt zu verkörpern. Da wo wir Christen und Christinnen in seiner Nachfolge und mit seinem Geist beseelt unsere Welt gestalten, eröffnen wir einen heilsamen Raum, bauen wir jene neue Stadt, in der Menschen heute die heilsam Begegnung mit Christus erfahren können.

 

Reich Gottes ereignet sich, wird auf erbaut - immer persönlich. Das ist charakteristisch seit dem Jesus-Ereignis, seit der Menschwerdung. Wie gut, dass wir bei unserer Bautätigkeit Geduld haben dürfen mit uns selbst. Die Reich Gottes Rede Jesu im neuen Testament spricht immer von Prozess, von werden dürfen, von wachsen, von Entwicklung. Denken wir an das Gleichnis vom Senfkorn oder von der selbstwachsenden Saat. Lassen wir uns erinnern, dass dem Reich Gottes eine eigene Dynamik innewohnt, die sich nicht aufhalten lässt. Ebenso tröstlich und entlastend für uns – Worte, die uns die Angst nehmen, überfordert zu sein, die in aller Anstrengung zum Vertrauen einladen, dass Gott ganz viel in jeden von uns hineingelegt hat, dass nur darauf wartet, sich entfalten zu können.

 

All das, für mich, nimmt ganz viel Baustress von mir, auch was diese meine neue Aufgabe angeht, kommissarischer Stadtdechant zu sein, wo ich ja ein gutes Stück jetzt reinspringen muss. All das baut uns innerlich auf und stiftet uns an, im Vertrauen auf Gott anfangen zu bauen, weiterzubauen. Vollenden tut es ein anderer im himmlischen Jerusalem.

 

Daran soll uns ein kleiner Ausschnitt von einem Messgewand erinnern, das wir ihnen am Schluss der Prozession als Bild gerne mit auf den Weg geben wollen. Gestaltet von der Künstlerin Anne Löhr, zeigt es das himmlische Jerusalem. Charakteristisch für dieses Bild sind die Farbenfreude dieser Stadt und ihre vielen Tore. Sie stehen für Vielfalt und Offenheit! Ein Vorbild auch für uns als Bundesstadt Bonn, für uns als internationale Stadt.

 

Und auch im Reich Gottes gilt: Etwas entstehen kann nur, wenn Menschen zusammenstehen für eine gemeinsame Sache, für gemeinsame Werte. Darum sollten alle verschiedenen Gruppen unserer Stadt zusammenbauen, die verschiedenen Gewerke einander zubauen. Gott sei Dank weht der Geist, wo er will und überrascht uns immer wieder. Die Politik, die vielfältigen Einrichtungen, Gruppierungen und Institutionen, die verschiedenen Konfessionen und Religionen, sollten zusammenbauen, damit ein Lebensraum entsteht, der den belebenden Geist Jesu atmet: Den Geist der Wertschätzung und des Respekts für jeden Menschen, – unabhängig von seinem Alter, unabhängig von seiner Kultur, Weltanschauung oder Religion, unabhängig auch von seiner Leistungsfähigkeit, der einem jeden gerechte Teilhabe an den Gütern der Erde möglich macht. Ein Geist, der besonders aufmerksam ist für die Notleidenden am Rand, die vielleicht wegen so vieler Baustellen im eigenen Leben, irgendwie das Obdach für ihre Seele verloren haben und darum ihr Leben eher einem Ruinenfeld gleicht. Hier sensibel und mit Liebe wirklich persönliche und institutionelle Aufbauarbeit zu leisten für Leib und Seele – das ist unsere Aufgabe. Reich Gottes bauen: Einen Raum, in dem es für billigen Populismus oder geistlose Hetze, Abgrenzung und Angstmache keinen Platz gibt; einen Raum, der uns gerade nach der Klimakonferenz den verantworteten Umgang mit unserer Schöpfung lehrt.

 

Auch der Pastor von Poppelsdorf und Ippendorf und Venusberg, weil man ja da doch nicht so alles kriegt, ist in der Stadt unterwegs. Und vorgestern war es, glaube ich, da war ich in einem großen Bonner Kaufhaus unterwegs, das im Umbau begriffen ist. Und wenn man dann auf der Rolltreppe steht, liest man an vielen Stellen den Slogan: Wir bauen um – für Sie! – Reich Gottes bauen ist kein Selbstzweck! An der Art, wie wir bauen, sollte deutlich werden, dass wir nicht in erster Linie zur Ehre Gottes bauen, um seinen Namen groß zu machen. Das hat Gott nicht nötig. Nein, wir bauen zuerst und vor allem für die Menschen! Zu ihrem Heil! Und Gott ist, Gott sei Dank, so wie ich in kennengelernt habe, nicht eifersüchtig.

 

Und zum Schluss, liebe Schwestern und Brüder: Wer baut, der muss Kräfte sammeln, der braucht Pausen, – Brotzeiten. Was glauben sie? Würde es einem auffallen, wenn wir unsere Prozessionen mit allem Glanz und Gloria feiern würden, aber in der Monstranz die heilige Eucharistie fehlen würde. Sie ist ja so unscheinbar klein, übersehbar. Ich hoffe und glaube, den Insidern wohl würde es auffallen, weil sie das Zentrum in den Blick nehmen: Das Lamm, von dem die Apokalypse spricht.[5] Wie prächtig auch die Monstranz künstlerisch gestaltet wäre, es wäre am Ende eine brotlose Kunst. Und von brotlosen Künsten kann keiner leben, kann keiner lieben!

 

Beten wir darum, dass die Liebe Gottes, die in der Heiligen Eucharistie einzigartige Weise Gestalt angenommen hat, uns stärkt, motiviert, orientiert, inspiriert, dem Reich Gottes sichtbare und auch eine spürbare Gestalt zu geben in unserer Stadt. Es ist Brotzeit: Brich uns allen aus deinen Händen neu deine Liebe. Damit wir in deinem Namen dem Hungrigen unser Brot brechen, dem Trauernden unseren Trost brechen, dem Einsamen unsere Zeit brechen, dem Mutlosen und Ängstlichen unser Vertrauen brechen und allen Enttäuschten unsere Hoffnung brechen. Ein Aufbruch, der sich lohnt, auch hier und heute.

 


[1] Siehe: Evangelium vom Tag
[2] Katharina von Siena, 1347-1380, italienische Mystikerin, geweihte Jungfrau, Schutzpatronin Europas und Kirchenlehrerin
[3] Siehe Erste Lesung: Aber jeder soll darauf achten, wie er weiterbaut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus. (1Kor 3, 10f)
[4] Interesse von lateinisch: inter=zwischen und esse=sein
[5] Siehe Zweite Lesung: „Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm. Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm.“ (Offb 21,22f.)

 

 

Texte aus der Liturgie

 

Erste Lesung - 1 Kor 3, 9-15
Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau. Der Gnade Gottes entsprechend, die mir geschenkt wurde, habe ich wie ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer baut darauf weiter. Aber jeder soll darauf achten, wie er weiterbaut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.

 

Zweite Lesung - Offb 21,1-5.22-23

Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. Da höre ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen. Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr. Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm. Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm.

 

Evangelium Mk 14, 12-16.22-26

Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote, an dem man das Paschalamm schlachtete, sagten die Jünger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten? Da schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm, bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann? Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon für das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles für uns vor! Die Jünger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. Als es Abend wurde, kam Jesus mit den Zwölf. Während sie nun bei Tisch waren und aßen, sagte er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit mir essen. Da wurden sie traurig, und einer nach dem andern fragte ihn: Doch nicht etwa ich? Er sagte zu ihnen: Einer von euch Zwölf, der mit mir aus derselben Schüssel isst. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes. Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.

 

Fürbitten

Wir beten für uns selbst und für alle Christen:

dass wir aus der Feier der heiligen Eucharistie Kraft und Orientierung für unseren Lebens- und Glaubensweg schöpfen.

Wir beten für die vielen Kommunionkinder, die vor einiger Zeit zum ersten Mal das Brot des Lebens empfangen haben:
um Freude am Glauben und der Gemeinschaft.

Wir beten für die Baustellen in unserem eigenen Leben, für die Krisen, in denen wir uns befinden:
um Kraft und Besonnenheit für anstehende Aufgaben und Entscheidungen.

Wir beten für unsere Fundamente wie Partnerschaft und Ehe, Freundschaften und Familie, Arbeit und Hobbies.
Dass wir aus ihnen Kraft schöpfen, die uns weiterhilft und trägt

Wir beten für unseren Talente, die Gott in uns gelegt hat:
dass wir uns immer weiter bemühen werden sie zu entdecken, einander helfen sie zu heben und für den Aufbau des Reiches Gottes einzusetzen. 

Wir beten für die Vielheit und Buntheit in unserer Gesellschaft: dass wir sie nicht als störend, sondern als Bereicherung empfingen.

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