Gemeinsam der Reformation gedenken: Ökumenischer Versöhnungsgottesdienst

14. März 2017; Reinhard Sentis (presse@katholisch-bonn.de)

  • TERMIN: Ökumenischer Versöhnungsgottesdienst, Samstag 25. März 2017, 17.00 Uhr, Schlosskirche


BONN. 2017 wird erstmals seit dem Reformationszeitalter ein Reformationsgedenken in ökumenischer Gemeinschaft gefeiert. Unter dem Leitmotiv „Christusfest“ haben die evangelische und katholische Kirche in Deutschland zahlreiche gemeinsame Projekte für das Jahr 2017 verabredet. In Bonn findet am Samstag, 25. März 2017, um 17.00 Uhr in der Schlosskirche ein ökumenischer Versöhnungsgottesdienst der evangelischen und der katholischen Kirche in Bonn statt.

„In der Vergangenheit haben die Jahrhundertfeiern der Reformation die Gräben zwischen den Konfessionen vertieft. Im Jubiläumsjahr 2017 soll es anders sein. Wir wollen nach den gemeinsamen Wurzeln, den wechselseitigen Herausforderungen und den verbindenden Zukunftsaufgaben fragen“, sagt Superintendent Eckart Wüster. Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher erklärt: „Unser Wille zur Profilierung war stärker als die Suche nach Gemeinsamkeiten. Wir wollen Gott um sein Erbarmen für das bitten, was wir einander angetan haben. Wir wollen Gott aber auch für das danken, was wir aneinander haben.

Die Schlosskirche wurde dabei bewusst gewählt: Sie ist die älteste evangelische Wirkungsstätte in Bonn. Der Gottesdienst wird musikalisch gestaltet von Berthold Wicke (Orgel und Klavier) sowie Matthias Höhn (Saxofon und mehr).

 

500 Jahre Reformation - Versöhnung durch Erinnerung

 

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Tag, der als Beginn der Reformation gilt. Die damaligen Ereignisse lösten eine Wirkungsgeschichte aus, die nicht nur die evangelische wie die katholische Kirche bis heute prägt, sondern auch die ganze Gesellschaft verändert hat. Gemeinsam wollen wir den 500. Jahrestag der Reformation zum Anlass nehmen, uns auf die Anliegen der Reformatoren zu besinnen und ihren Ruf zu Umkehr und geistlicher Erneuerung neu zu hören. Zentrale Bedeutung hat die „Heilung der Erinnerungen“, die durch eine gemeinsame schuldbehaftete Geschichte belastet sind. Das Reformationsgedenken 2017 soll ein ökumenisches Ereignis werden; dazu bedarf es einer „Heilung der Erinnerung“, haben es die katholische Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) formuliert. Daraus erwachsen Versöhnung und die Stärkung des gemeinsamen Zeugnisses. Rückblick und Zukunftsperspektive: Unter diesen Aspekten stand der zentrale Ökumenischen Buß- und Versöhnungsgottesdienst, den die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland in Hildesheim am Samstag, 11. März 2017, gefeiert hat. Diese Aspekte werden auch beim Gottesdienst in Bonn aufgegriffen.

 

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