Gottesdienst zum Auftakt der Karnevalssession 2017, Ansprache der Festausschusspräsidentin

6. Januar 2017; Marlies Stockhorst

Ansprache der Präsidentin des „Festausschuss Bonner Karneval“, Marlies Stockhorst, nach dem ökumenischen Gottesdienst zum Auftakt der Karnevalssession 2017 in Bonn am Donnerstag, 5. Januar 2017, im Bonner Münster

  

Lieber Monsignore Schumacher,

lieber Superintendent Eckard Wüster,

liebe Schützenkapelle Bornheim, liebe Wiebke u. Christian Eckelt,

ich danke ganz herzlich im Namen aller Karnevalisten für diesen wunderbaren Gottesdienst.

 

Liebe Freunde des Karnevals,

gerne nutze ich die Möglichkeit auch etwas zu unserem Karneval zu sagen.

 

Will man ein Fest zugrunde richten, muss man es zum Alltag machen. Unser Fastelovend heißt immer noch Karneval und nicht Event. Ein Event kann immer stattfinden. Karneval aber hat seine Zeit, auch wenn die Karnevalisierung unseres Alltags rasant um sich greift. Wenn man diesem Fest profitorientiert die Seele nimmt, verkümmert das Kulturgut zu einer bloßen Marketingaktion.

 

Der Karneval wird in der aktuellen Festforschung als eine Feier gesehen, die ihn vom Alltag abhebt und so den Menschen hilft, den Alltag zu bewältigen. Das Fest ist eben das andere des Alltags.

 

Aber auch wir, der organisierte Karneval, müssen uns fragen: Gehen wir mit dem Rohstoff Karneval verantwortungsvoll um? Oder verschleudern wir ihn wie vieles im Turbo-Kapitalismus? Müssen die Züge immer größer, die Kostüme immer aufwendiger werden, die Sitzungen immer länger dauern?

 

Der Karneval ist mehr als eine mehrtägige Lockerungsübung mit Hütchen und Pappnase.

Der Karneval ist ein Spiel mit Gestalt und Format. Auch mit festen Regeln, die helfen, Brücken zwischen den Feiernden zu schlagen. Ein Spiel in dem die Hoffnung immer siegt, das Staunen und Lernen verlangt und im besten Fall einen Blick auf die Welt und sich selbst schafft; in dem das Herz nicht zu kurz kommt. Eben wie in jeder Session, in dieser natürlich ganz besonders, eben „Bonn met Hätz“.

 

Die Menschen in Bonn machen das Herz unserer Stadt aus. Dass der Festausschuss BONNER KARNEVAL auch ein vielleicht besonderes „Hätz“ hat, lieber Monsignore Wilfried Schumacher möchten wir jetzt mit der Übergabe einer Steinpatenschaft des Festausschuss Bonner Karneval zeigen.

 

Wir der Festausschuss übernehmen die Steinpatenschaft für den Stein 617. Dies möchten wir musikalisch untermalen mit dem wunderbaren Lied von Cassius und Florentius.

 

Jetzt losst uns mit dem Hätze in den Kreuzgang gehen, dorthin lade Sie im Namen des Münstercarres herzlich ein, drenkt doch ene met, nach dem Jottesdienst, et jit Glühwein.

  

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