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Gegen die Dunkelheiten

Mit Mariä Lichtmess werden die Tage zwar wieder deutlich schneller länger und heller. Aber wie begegnen wir der Dunkelheit in den Herzen der Menschen, fragt Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher

Heute feiert die Kirche das Fest der DARSTELLUNG DES HERRN, im Volksmund MARIA LICHTMESS genannt. 40 Tage nach seiner Geburt bringen die Eltern Jesus in den Tempel, wo sie dem greisen Simeon begegnen, der das Kind preist als „Licht zur Erleuchtung der Heiden“.

 

Wir erleben heute: An Lichtmess ist der Tag schon rund eine Stunde länger hell als an Weihnachten. Wir spüren es: Das Licht des Tages ist stärker als die Nacht. Dunkel ist die Welt aber nicht nur inzwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Dunkel und kalt erfahren wir sie überall dort, wo Streit, Neid und Hass herrschen.

 

Das Lebensbeispiel Jesu zeigt uns: Es braucht die Liebe, um diese Art von Dunkelheit zu besiegen. Lasst uns also "den Hass, das bittre Leid, fortlieben aus der dunklen Zeit". [1]

 

Msgr. Wilfried Schumacher

Stadtdechant & Münster-Pfarrer, Bonn

 

>> Mariä Lichtmess - Darstellung des Herrn - im Bonner Münster

 

[1]

Herz Jesu, Gottes Opferbrand, der unsre Lieb entfachte! O Herz, in Nacht zu uns gesandt, als Schuld den Tod uns brachte! Wir stachen dich mit Spott und Wut, du tauftest uns mit deinem Blut. Nun müssen wir dich lieben.

Wer liebt, der kehrt zu dir nach Haus und ist der Nacht entrissen. Er sendet neu mit dir sich aus als Licht zu Finsternissen. Du bist die Sonne, wir der Schein, wir können ohne dich nicht sein und ohne dich nicht lieben.

Herz Jesu, Trost der ganzen Welt, mach unser Herz zu deinem! Nimm unsre Herzen ungezählt und mache sie zu einem! Lass uns den Hass, das bittre Leid fortlieben aus der dunklen Zeit: Lass uns dein Reich erscheinen.

(Franz Johannes Weinrich, 1897-1979)

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