Päpstliche Basilika Minor

Der Pfingstsonntag 1956 war ein besonders festlicher Tag in der Geschichte unseres Münsters. Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Aloysius Münch, feierte mit den Bonnern die Erhebung ihres zentralen Gotteshauses zur „Päpstlichen Basilika minor“, wovon zahlreiche päpstliche Wappen außen und innen zeugen (Hauptportal, Westportal, Stadtpatroneschrein, Vierungsaltar, Fenster im Nordquerhaus).


Unterhalb der Erzbasiliken (basilica maior) sind vom Apostolischen Stuhl herausragende Gotteshäuser mit dem Titel Basilika (=basilica minor = kleine/niedere Basilika) ausgezeichnet worden, zunächst nur in Rom, dann in Italien und schließlich in der ganzen Welt. Waren solche Erhebungen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts noch selten, so wurden im 20. Jahrhundert immer öfter ehrwürdige Gotteshäuser zu Basiliken erhoben.


Sinn dieser Erhebung ist, die enge Verbundenheit des Papstes mit den Ortskirchen zu dokumentieren. Sie wird am deutlichsten durch die Bischofskirchen sichtbar, aber auch durch die Basilicae Minores bekundet. Es handelt sich um bei den Christen beliebte und viel besuchte Zentren des geistlichen Lebens. 1897 wurde erstmals eine deutsche Kirche zur päpstlichen Basilika erhoben: Die Klosterkirche Vierzehnheiligen.

 

Padiglione - Umbraculum - Conopeum

Seit dem 50-jährigen Basilika-Jubiläum im Jahr 2006 gibt es einen Padiglione im Bonner Münster, der in der Ostapsis des Münsters steht. Der Schirm gehört mit dem Recht, das päpstliche Wappen zu führen, und dem Tintinabulum (liturgische Glocke) zu den Insignien einer päpstlichen Basilika minor.


Gelb und Rot waren ehemals die traditionellen päpstlichen Farben, bis Papst Pius VII. 1808 Gelb (Gold) und Weiß (Silber) als neue Farben wählte, wie sie auf der Flagge der Vatikanstadt zu sehen sind. Auch das Bonner Münster verfügt über diese Vatikanfahnen, die zu besonderen Festen rund um die Basilika wehen. Ebenso befinden sich im Inneren und Äußeren der Basilika die Wappen mit der Tiara und den gekreuzten Schlüsseln der Vatikanstadt, wie beispielsweise über dem Hauptportal. Während Zeit ohne Papst (Sedisvakanz), die mit dem Tod oder Amtsverzicht des alten Papstes beginnt und bis zur Wahl des neuen Papstes dauert, wird die Mitra (bzw. Tiara) im Wappen des Heiligen Stuhls durch den Padiglione ersetzt.


Unterhalb der Erzbasiliken (basilica maior) sind vom Apostolischen Stuhl herausragende Gotteshäuser mit dem Titel Basilika (=basilica minor = kleine/niedere Basilika) ausgezeichnet worden, zunächst nur in Rom, dann in Italien und schließlich in der ganzen Welt. Hintergrund dieser Erhebung ist, die enge Verbundenheit des Papstes mit den Ortskirchen zu dokumentieren. Sie wird am deutlichsten durch die Bischofskirchen sichtbar, aber auch durch die Basilicae Minores bekundet. Es handelt sich um bei den Christen beliebte und viel besuchte Zentren des geistlichen Lebens.