Der Hochchor

"Die Sixtinische Kapelle von Bonn" wird der Hochchor des Bonner Münsters auch wegen seiner reichen Ornamentik und den vielen Fresken genannt. Doch die rheinische Version ist um einiges Älter: Erbaut über den Gräbern der Stadtpatrone und über der Krypta, ist der Hochchor der älteste Teil der Oberkirche, der bereits im elften Jahrhundert existierte, wenngleich die Apsis erst vor 850 den Schlusspunkt der Bautätigkeit setzte.
Das Chorgestühl im Hochchor erinnert an die Tage des Cassius-Stiftes. Hier kamen mehrmals täglich die Stiftsherren zum gemeinschaftlichen Gottesdienst zusammen. An diese Tradition knüpft das Bonner Mittagsgebet täglich um 12:15 an, wo ebenso wie im Mittelalter miteinander gebetet, gesungen und meditiert wird (www.bonner-mittagsgebet.de).