Krönungsstätte

Zur bewegten Geschichte des Bonner Münsters gehören auch Krönungen. Zwei mal war die Stiftskirche auserwählt, Ort einer Königskrönung zu sein. Davon zeugen bis heute mehrere Fresken und ein Fenster im nördlichen Querhaus. Dort befinden sich der Königsadler ebenso wie die Wappen der seinerzeit gewählten Könige.

 

Heinrich II. von Virneburg krönte am 25. November 1314 Friedrich III. von Österreich (genannt der Schöne) zum deutschen König, nachdem zuvor dessen Vetter Ludwig von Bayern zum König gewählt und in Aachen gekrönt worden war. Als Gegenkönig konnte Friedrich III. sich bis 1322 halten, dann wurde er in der Schlacht bei Mühldorf vernichtend geschlagen.

 

Die zweite Königskrönung fand am 26. November 1346 statt. Diesmal krönte Erzbischof Walram von Jülich auf Wunsch und Drängen des Papstes den Markgrafen Karl von Mähren zum Gegenkönig. Karl IV., wie er sich von nun an nannte – 1355 in Rom zum Kaiser gekrönt und Begründer der ersten deutschen Universität – gilt als der bedeutendste Herrscher des Spätmittelalters.

 

Der König. Die Stadt. Das Münster.

Mit vielen Veranstaltungen wurde 2014 des 700. Jahrestags der Krönung Friedrichs III. gedacht.

 

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