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Tor der Barmherzigkeit

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Was ist Barmherzigkeit? Und wo haben die Bonner sie schon erlebt? Das können die Bürger der Bundesstadt jetzt nachlesen: Vier Meter hoch ragt das Tor der Barmherzigkeit an der Pforte des Bonner seit gestern Abend in den Himmel auf.

 

An den Seiten ist es mit Botschaften der Barmherzigkeit beschriftet, die während der Fastenzeit gesammelt wurden. Viele hundert Menschen schrieben im Rastplatz im Bonner Münster ihre Gedanken zum Thema Barmherzigkeit auf. In roter Schrift sind die sogenannten Werke der Barmherzigkeit notiert, Zitate aus der Bibel und von Papst Franziskus runden die Bekenntnisse ab.

 

„Das weiße Tor soll dazu anregen, sich mit der Barmherzigkeit Gottes zu beschäftigen“, erklärt Projektleiter Diakon Klaus Ersfeld von der Katholischen Citypastoral am Bonner Münster. „Umschreiten Sie das Tor, lesen Sie die Zitate. Barmherzigkeit bewegt uns alle.“ Anschließend sollen die Besucher durch den Bogen schreiten.

„In unserer heutigen Gesellschaft und auch in unserer Stadt gibt es viele unbarmherzige Situationen, die nach Erbarmen rufen. Aber ebenso gibt es gerade und auch angesichts der Flüchtlingskrise viele Menschen, die durch ihr Engagement ein sichtbares Zeichen der Liebe und Fürsorge Gottes geben. Ihnen allen sei dieses Tor gewidmet, denn sie sind, wie uns der Papst erklärt, „Zeugnis der Barmherzigkeit, der zärtlichen Liebe des Herrn, die das Herz erwärmt, Hoffnung weckt und zum Guten hinzieht“, stellt Münsterpfarrer Msgr. Wilfried Schumacher fest.

 

Das Tor der Barmherzigkeit ist Teil der Fasten- und Osterzeit 2016 am Bonner Münster, die unter dem Motto „Barmherzigkeit verändert“ steht. Dieses Motto ist an den Torseiten und im Innenbereich des Tors umlaufend in elf verschiedenen Sprachen angebracht. Es begleitet die Menschen, während sie das Portal durchschreiten.

 

Bedruckt mit Botschaften der Barmherzigkeit

Das Tor der Barmherzigkeit ist vier Meter hoch, vier Meter breit und zwei Meter tief. Der Torbogen aus Aluminium ist drei Meter hoch.

 

In elf Sprachen, (englisch, französisch, spanisch, italienisch, niederländisch, portugiesisch, arabisch, polnisch, russisch, philippinisch und deutsch) ist die Botschaft „Barmherzigkeit verändert (die Menschen) umlaufend angebracht. Die Sprachen wurden zufällig ausgewählt.

 

Insgesamt rund 50 Antworten von Privatpersonen gingen am Rastplatz und via soziale Medien zum Thema Barmherzigkeit ein. Eine Auswahl von 33 erschienen auf den beiden Außenseiten des Tors, ergänzt um sieben Bibelsprüche und vier Papstzitate. Auch Oberbürgermeister Ashok Sridharan steuerte eine Botschaft bei.

 

Im Inneren des Portals erklären Papst Franziskus und Kardinal Woelki Barmherzigkeit in unserem Leben.  

 

 

Gedanken zur Barmherzigkeit auf dem Tor

"Mein Mann macht mir nach meinem Arbeitsunfall Mut, beruflich neue Wege zu gehen. Eine Freundin hat mir sogar bereits meinen ersten Auftrag vermittelt. Beide empfinde ich als barmherzig, weil warmherzig.“

 

„Ich hatte den besten Vater der Welt, habe die beste Mutter der Welt und eine gesunde Tochter, ein Haus und einen guten Mann, eine Arbeit, wir alle sind gesund, was will ich mehr?“

 

„In einer schwierigen finanziellen Situation war ein Freund da. Für ihn war und bin ich ein wundervoller Mensch. Er gab mir aus seinem Fundus hochwertige Kleidung und Schuhe. Dafür danke ich ihm von Herzen.“

 

„Ich erlebe Barmherzigkeit durch meine Freundin, die mich so annimmt, wie ich bin – wirklich bin, hinter allen Masken. Sie schafft mir einen Freiraum, in dem ich Ich sein kann, werden kann. Das rührt mich zu heilsamen Tränen.“

 

„Den Mut finden, den Anderen zu berühren, seine Hand zu nehmen, ihm die Wange zu streicheln. Auch wenn wegen Demenz und Koma vermeintlich nichts mehr den Anderen erreicht.“

 

„Eines Tages habe ich einen Mann an der Straße sitzen sehen, ich gab ihm Geld und etwas zu essen.“

 

„Barmherzigkeit bedeutet für mich, ein Anliegen an mich heranzulassen und mit dem Herzen zu entscheiden. Gute Beispiele sind Sankt Martin und ganz aktuell der junge Pianist aus Syrien.“

 

 

Förderung

Das Projekt wird durch das Erzbistum Köln gefördert. Produziert wurde das Tor der Barmherzigkeit durch das Bonner Unternehmen „Sign und Shop. Das Bonner Münster bedankt sich für die engagierte Zusammenarbeit.