Christi Himmelfahrt

Vatertag für alle

Christi Himmelfahrt - Fenster im südlichen Querhaus des Bonner Münsters

Christi Himmelfahrt – Damit verbinden viele den säkularen und teils sehr ausschweifend gestalteten Vatertag. Doch lässt sich das christliche Fest durchaus auch als Vatertag erklären. Denn gefeiert wird die Rückkehr Jesu zu seinem Vater, wodurch er den Weg in den Himmel frei macht für alle Menschen.

 

"... zu meinem Vater und zu Eurem Vater,
zu meine Gott und zu Eurem Gott."
Aus dem Johannes-Evangelium

 

Wenn auch Ostern und Himmelfahrt gemäß biblischer Überlieferung mit einem Abstand von 40 Tagen gefeiert werden, so stehen sie doch in einem engen Zusammenhang. Nach dem Tod Jesu und dem Hinabsteigen zu Toten gibt es von dort aus mit der Auferstehung eine Aufwärtsbewegung die mit der Himmelfahrt ihre Vollendung findet.

 

 

Auf alten Darstellungen streckt sich Jesus aus dem Himmel eine Hand entgegen. Es ist die Hand Gottes, seines Vaters. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Geste der Begrüßung. Es ist eine Versöhnung, die Versöhnung zwischen Gott und Mensch. Ähnlich wie im Gleichnis vom verlorenen Sohn der Vater dem "Abtrünnigen" entgegeneilt, kommt die Hand Gottes seinem Sohn aus dem Himmel entgegen.

 

Aber für Gott ist kein Mensch verloren. Jeden und jede einzelne liebt er, egal wie weit er oder sie sich entfernt hat. Er will Vater aller Menschen sein. Jesus hat den Weg zum Vater für alle Menschen frei gemacht: „Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.“ So kündigt er im Johannes-Evangelium seine Himmelfahrt an.

 

Durch Jesus streckt Gott allen Menschen seine Hand entgegen. Diese Liebe Gottes zu seinen Kindern und den offenen Himmel feiern die Christen an Christi Himmelfahrt, sozusagen ein himmlischer Vatertag auf Erden.