Pfingsten

Aussendung des Heiligen Geistes

90 Tage nach Aschermittwoch, 50 Tage nach Osterfest, 10 Tage nach Christi Himmelfahrt feiert die Kirche das Pfinngstfest. Es ist eines der großen Feste der Christenheit, an dem gemäß biblischer Überlieferung der Aussendung des Heiligen Geistes gedacht wird. Ausgerüstest mit Heiligem Geist und den ihm zugeschriebenen Gaben, sollen die Christen nach dem Osterfestkreis auch in ihrem Alltag Zeugnis für Gott abgeben und die frohe Botschaft Jesu verkünden.

 

Das Wort leitet sich von "pentekoste" ab, dem griechischen Begriff für "fünfzig". Pfingsten feiert die Kirche als das "Hochfest des Heiligen Geistes". Sie erinnert an das außerordentliche Ereignis, bei dem die Freunde Jesu nach dessen Tod den Heiligen Geist auf sich herabkommen spürten. An diesem Tag begannen sie, die Taten Jesu zu verkünden. Pfingsten gilt darum auch als Geburtstag der Kirche.

 

Der Heilige Geist ist die schöpferische Kraft Gottes. Die Kirche glaubt, dass im Heiligen Geist Gott selber mitten unter den Menschen ist. Im Vertrauen darauf wagt sie es immer wieder sich kritisch zu äußern. In der Kunst wird der Heilige Geist oft als weiße Taube dargestellt.

 

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes: Weisheit, Verstand/Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis/(heilige) Wissenschaft, Frömmigkeit, Gottesfurcht.

 

In der Liturgie wird nun die "Zeit im Jahreskreis" fortgesetzt, zu erkennen an den grünen Gewändern der Priester an den "normalen" Tagen, sofern es keinen besonderen Gedenk- oder Feiertag gibt wie beispielsweise Fronleichnam oder das Hochfest der Apostel Peter und Paul.

 

Die Aussendung des Heiligen Geistes

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Aus der Bibel. Apostelgeschichte Kapitel 2, Verse 1 bis 11

 
 [...] Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, [...]

Aus dem Glaubensbekenntnis der Kirche