Österliches Triduum - Triduum Paschale

Ostern wird gemeinhin mit Ostersonntag und der Auferstehung Jesu identifiziert. Notwendiger weide gehören aber Gründonnerstag, Karfreitag und der Karsamstag mit dazu. Es sind die „die Drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn“ (Triduum Paschale), auch „die drei Heiligen Tage“ (Triduum Sacrum) genannt.

 

Prägnant und sinnenfällig nimmt die Liturgie die biblischen Berichte auf. Dabei geht es nicht um eine Theateraufführung oder Passionsspiele. Die Gottesdienste wollen eindrucksvoll vor Augen führen, dass die Ereignisse von damals auch durch die Jahrhunderte hindurch für die Menschen heute lebensentscheidend sind. Dass es nicht nur Erinnerung oder gar ein hineinschlüpfen in die Geschichte, sondern eine Vergegenwärtigung ist, wird auch in den liturgischen Texten deutlich. „In der Nacht, da er verraten wurde – das ist heute“, spricht der Priester beispielsweise am Gründonnerstag. Am Karfreitag bringen die großen Fürbitten, die an Intensität nicht zu überbieten sind, die ganze Welt vor das Kreuz Jesu. Auch das Osterlob spricht in der Gegenwart von den vielen Heilstaten Gottes, die im feierlichen Gesang mit „Dies ist die Nacht“ aufgereiht werden.

 

Das österliche Triduum in der Mitte der 90-tägigen österlichen Zeit, die am Aschermittwoch mit der 40-tägigen österlichen Bußzeit beginnt nach dem 50-tägigen Osterfestkreis an Pfingsten endet. Darin eingebunden sind nach Christi Himmelfahrt zehn Tage, in denen die Gläubigen um den Heiligen Geist bitten, dessen erste Aussendung an Pfingsten gefeiert wird. Mit dem Geist Gottes ausgestattet, werden die Gläubigen in die Welt gesendet, um die Welt mit der Liebe Gottes zu erneuern.