Agatha

5. Februar

Agatha, eine christliche Märtyrin in Catania auf Sizilien, hat wahrscheinlich den Tod in der Verfolgung des Decius um 250 erlitten. Die Legende erzählt, der Statthalter habe sie, um ihren Glauben zu erschüttern, wegen ihrer Schönheit in ein öffentliches Haus bringen und nachher grausam martern lassen. In der Nacht wunderbar geheilt, wurde sie am folgenden Tag weiter gepeinigt, worauf sie im Kerker gestorben sei. Die Verehrung Agathas ist schon früh außerhalb Siziliens bezeugt. Papst Symmachus (498-514) errichtete ihr zu Ehren in Rom eine Kirche. Nach der Legende erfolgte ein Jahr nach ihrer Bestattung ein Ausbruch des Ätna, der Catania bedrohte. Man trug den heranflutenden Lavamassen den Schleier Agathas entgegen, die darauf zum Stillstand kamen. Seitdem gilt Agatha als Patronin gegen Feuergefahr.

 

Für "Agatha" sind auch folgende Namen gebräuchlich: Agatha, Aggi.

 

Im Bonner Münster ist eine Glocke der Heiligen Agatha und dem Heiligen Donatus gewidmet. Sie wiegt 1450 kg und hat einen Durchmesser von 1320 mm. Die Inschrift lautet: Dem heiligen Bischof und Märtyrer, dem heiligen Donatus und der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Agatha, den Schutzpatronen gegen Blitze und Feuer gewidmet 1756. Martinus Legros goss mich.