Antonius von Padua

13. Juni

Antonius von Padua, geboren 1195 in Lissabon (Taufname Fernandez), war zuerst Augustiner-Chorherr, trat aber 1220 bei den Minderbrüdern zu Coimbra ein und nahm den Namen des Klosterpatrons Antonius an. Er wirkte als gottbegnadeter Prediger in Oberitalien und Südfrankreich. Franziskus bestimmte ihn zum ersten Lehrer der Theologie für die Minderbrüder. Antonius war ein hervorragender Kenner der Heiligen Schrift und folgte in seiner Theologie besonders Augustinus. Antonius starb am 13. Juni 1231 zu Arcella bei Padua. Seine Gebeine wurden 1263 erhoben und in die neue Basilika zu Padua übertragen.

 

Antonius wurde auf stürmisches Verlangen des Volkes bereits elf Monate nach seinem Tod am 30. Mai 1232 von Papst Gregor IX. heiliggesprochen. In der Kirchengeschichte gab es bislang keine kürzere Zeitspanne zwischen Tod und Kanonisation (Heiligsprechung). Er wurde einer der beliebtesten Volksheiligen. Im im Bonner Münster brennen an seiner Statue immer Kerzen, während in der römischen Basilika Santa Maria in Trastevere der Heilige mit Bittbriefen übersäht ist. Im Jahre 1946 wurde er zum Kirchenlehrer erhoben.

 

Antonius von Padua in der Basilika Santa Maria in Trastevere, Rom

Antonius von Padua wird dargestellt als jugendlicher Franziskaner mit Jesuskind, Lilie, Esel, Fischen. Er ist vor allem der Patron der Armen (Antonius-Brot), sodann der Liebenden, der Ehe, der Bäcker, Sozialarbeiter, Bergleute und Reisenden, sowie Schutzpatron der Städte Padua, Lissabon, Paderborn und Hildesheim.


Antonius von Padua wird angerufen für glückliche Entbindung und für das Wiederfinden verlorener Dinge, was ihm im Süddeutschen den Namen "Schlampertoni" einbrachte. Ferner soll er helfen gegen Unfruchtbarkeit, Fieber, teuflische Mächte und Viehkrankheiten. Auch in der Partnersuche soll er helfen, weshalb Single-Wallfahrten nach Padua angeboten werden.


Für "Antonius" sind auch folgende Namen gebräuchlich: Antonius, Ante, Antek, Anthony, Anton, Antoniette, Toni, Tünn, Tünnes.