Münster-RauPä

Bonner Münster-Raumpädagogik

Die Münster-Raumpädagogik ist unser Service für Schüler und Lehrer, um das schöne und bedeutende Bonner Münster zu erkunden, entdecken und erfahren. Wir bieten ab sofort kirchenraumpädagogische Angebote für Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen.

Das Projekt wird unterstützt durch die Bonner Münster-Stiftung.

Wir freuen uns, Ihnen das neue Projekt der City- und Schulpastoral in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Bonn für Schülerinnen und Schüler vorstellen zu können. Es heißt „Münster-RauPä“ (Münster-Raumpädagogik) und möchte das Bonner Münster in seinen verschiedenen Dimensionen erfahrbar machen:

  • Als Raum für die Erfahrung von Spiritualität und Religion,
  • als Raum für religiöses Leben heute
  • und als Raum, der eine Geschichte zu erzählen hat.

Wir stellen Ihnen eine Begleiterin oder einen Begleiter an die Seite, die Sie bei Ihrer Arbeit mit den Kindern unterstützen. So können sie erkunden, entdecken und erfahren, warum dieser Raum etwas Besonderes ist und wie wir gemeinsam dazu beitragen können, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Dabei lautet unsere Devise: Anfassen ist erlaubt!

Abgeschlagene Köpfe am Bonner Münster!

Würden Sie sich von dieser Schlagzeile in Aufregung versetzen lassen? Oder eher als unwahr abtun? Am Bonner Münster liegen aber tatsächlich Köpfe, überlebensgroß. Was bedeutet das? Und was verbirgt sich hinter den Mauern dieser Kirche?

Fragen über Fragen

Wir möchten herzlich dazu einladen, Antworten auf diese Fragen zu suchen und zu finden. Schließlich bringen Erkundungen für Kindergruppen Leben in das Gebäude, das schon seinen 850. Geburtstag gefeiert hat. Und das natürlich immer noch Überraschungen bereithält. Die Schülerinnen und Schüler können den Kirchenraum wie kleine Forscherinnen und Forscher erkunden. Köpfe können berührt, Menschen- und Tierbilder aufgespürt werden. Seitenkapellen, Altäre und Grabplatten warten darauf, von kleinen Detektiven entdeckt zu werden. Das spricht alle Sinne an und ermöglicht Erfahrungen, die man mit nach Hause nehmen kann.

Kindgerechte und kompetente Erkundung

Ihnen und uns ist viel daran gelegen, dass die Informationen kindgerecht vermittelt werden. Die Besonderheiten eines mittelalterlichen Kirchenbaus, der durch die Jahrhunderte belebt wurde und dessen vielfältiges Innenleben immer bunter geworden ist, machen das Projekt besonders reizvoll. Das Leben im und am Münster prägt aber auch heute das Leben der Stadt entscheidend mit. Das Anliegen der „Münster-RauPä“ ist es, das Bewusstsein dafür auch für die Zukunft zu bilden und zu erhalten.

 

Gemeinsam mit den Kindern möchten wir erfahren,

  • welche verschiedenen Funktionen eine Basilika hat,
  • welche Spuren des Glaubens und Lebens Vergangenheit und Gegenwart hinterlassen haben und
  • wie durch gemeinsames Singen und kreative Arbeit (etwa mit Symbolen) das Bonner Münster zum Erlebnis werden kann – nicht nur für Kinder!

Um Sie zu unterstützen, haben wir für das Projekt „Münster-RauPä“ qualifizierte Begleiterinnen und Begleiter gewonnen. Sie geben den Schülerinnen und Schülern zielgerichtete Impulse zur Erkundung, Entdeckung und Erfahrung des Kirchenraumes.

Die Erkundungen beginnen auf dem Münsterplatz und führen Schritt für Schritt an das Gebäude heran und in es hinein. Eine gewiss nicht alltägliche Annäherung!

Zum Abschluss bieten wir ein liturgisches Element an: das Singen eines geistlichen Liedes, das Entzünden einer Kerze, vielleicht das Auflegen von Weihrauch und ein gemeinsames Gebet – zum Beispiel das Vater unser. Hierfür haben wir einen eigenen Raum eingerichtet.

Materialien zur Vorbereitung

Da die Erkundungen durch den Kirchenraum des Münsters pädagogisch ausgearbeitet sind, eine gemeinsame Einstimmung bzgl. des Kirchenraumes beinhalten sowie auf Wunsch einen thematischen Schwerpunkt aufweisen, möchten wir Sie als Lehrkräfte bitten, die unterrichtliche Vorbereitung auf diese Führung auf eine (höchstens zwei) Stunde(n) zu beschränken.

Wir schlagen Ihnen eine Möglichkeit vor, die Kinder im Vorfeld "abzuholen" und in Bezug auf einige Aspekte gedanklich und (was ihr Wissen anbelangt) auf einen kleinen gemeinsamen Nenner zu bringen. Dies möchten wir über die Erfahrungen und das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler erreichen.

  • Durch einfache Fragestellungen werden die Kinder motiviert, von Ereignissen, Erfahrungen und Vorwissen bzgl. Kirche und Kirchenraum zu erzählen und den Mitschülern ggf. Dinge zu erklären: Die Klassengemeinschaft kommt ins Gespräch, es wird erzählt und ausgetauscht. Gleichzeitig fallen wichtige Begrifflichkeiten.
  • Das Vorwissen wird in wenigen - sich aus dem Gespräch ergebenden Kategorien - gebündelt und so für alle gesichert. Dies kann z.B. über ein Tafelbild, verschieden farbige Moderationskarten oder mehrere Pappen/große Papierstücke geschehen.
  • Kategorien können zum Beispiel sein: "Feiern", "Ausstattung des Kirchenraumes", "persönliche Erlebnisse", "Abläufe", "Kunst", "Berufe/Personen", "Kleidung" etc.