Maria Königin

Als Vorbild im Glauben nimmt Maria, die Mutter Jesu, für die Christen eine besondere Rolle ein. Sie hat Gott ganz und gar in ihr Leben gelassen, und hat ihm mit Leib und Seele Raum gegeben. Diese beeindruckende Haltung wurde schon früh mit besonderen Attributen versehen. Dazu zählt die Verehrung Marias als Königin des Himmels. Dies kommt auch im Rosenkranzgebet zum Ausdruck und wird im letzten Gesätzt des glorreichen Rosenkranzes meditiert: Jesus, der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat. Im Bonner Münster ist dies auf einem der Rosenkranzfenster von Paul Weigmann im südlichen Querhaus dargestellt.

Das Fest Maria Königin wurde 1954 vom Papst Pius XII. zum Abschluss des marianischen Jahres offiziell eingeführt und wird am 22. August, genau eine Woche nach dem Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel (Mariä Himmelfahrt), gefeiert.

 

Wie Maria, unsere Mutter, sind wir berufen, vollkommen an dem Sieg des Herrn über Sünde und Tod teilzuhaben und mit ihm in seinem ewigen Königreich zu herrschen. Das ist unsere Berufung […] Wir bitten Maria uns zu helfen, der königlichen Freiheit, die wir am Tag unserer Taufe empfingen, treu zu sein, unsere Bemühungen zu leiten, die Welt im Einklang mit Gottes Plan zu verwandeln, und die Kirche [...] zu befähigen, immer vollkommener Sauerteig seines Reiches inmitten der […] Gesellschaft zu sein.

Papst Franziskus, 15.08.2014