Jesus Christus - Pantokrator

Einen König ohne Krone zeigt das Mosaik in der Apsis des Bonner Münsters. Es entstand im 19. Jahrhundert und wurde in Venedig angefertigt. Das Mosaik stellt Christus in seiner Majestät am Ende der Zeiten dar. Damit symbolisiert das Ende des Raumes zugleich das Ende der Zeit, das Ziel und den Endpunkt der Geschichte in christlicher Perspektive. Die Offenbarung des Johannes deutet dieses Ende jedoch als einen Anfang, nämlich des »neuen Himmels und der neuen Erde.«

 

Christus thront in einer Mandorla (mandelförmige Glorie) als Pantokrator (Allherrscher). Dieses von Fritz Geiges (einem auf Stilkopien spezialisierten Künstler und Kunsthistoriker aus Freiburg) entworfene Glasmosaik der Majestas Domini zeigt Christus in jugendlicher Gestalt mit dem Evangelium in der Linken, die Rechte zum Segen erhoben. Er thront auf dem Regenbogen, dem Zeichen des neuen und ewigen Bundes Gottes mit den Menschen. Aus einem Strahlenkranz weist der Arm Gottvaters auf seinen Sohn hin. Vier Engel (Cherubim) von sehr menschlicher Gestalt halten Kerzen und schwenken Weihrauchfässer, um Christus Anbetung und Ehre zu erweisen. Maria und Johannes der Täufer stehen als Fürsprecher der Menschen um den Thron Christi.