Der Stammbaum Jesu

Alttestamentliche Könige

Das Matthäus-Evangelium wird mit einem Stammbaum Jesu eröffnet. Heutige Stammbäume stellen Herkunfts- und Verwandtschaftsgrade von Familien dar; biblische dagegen wollen vor allem Beziehungen und Verhältnisse zwischen Völkern und Gruppen verdeutlichen: theologisch, politisch, sozial. In der Struktur des Stammbaums kommen die theologischen Aussageabsichten des Verfassers über Jesus zum Ausdruck. Matthäus will deutlich machen, Jesus ist der Messias (griechisch Christus = Gesalbter), geboren als Davidssohn.

Dieser Ausschnitt zeigt einige König, die auf Isai (Jesse), den Vater Davids folgten: … Isai der Vater des Königs David. David war der Vater von Salomo, dessen Mutter die Frau des Urija war. Salomo war der Vater von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa, Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija. Usija war der Vater von Jotam … (Mt 1,6-9)


Das Motiv kommt aus der mittelalterlichen Ikonographie. Aus der Wurzel Jesse sprießen die Könige als Früchte.

Der Stammbaum im Matthäus-Evangelium zählt als die letztes 14 Vorfahren Jesu auf: „Nach der Babylonischen Gefangenschaft war Jojachin der Vater von Schealtiël, Schealtiël von Serubbabel, Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor. Azor war der Vater von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud, Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob.Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias von ihr wurde Jesus geboren, / der der Christus (der Messias) genannt wird.“ (Mt 1, 12-16) Von den 14 werden acht hier gezeigt. Jeus ist die vollkommene Frucht aus der Wurzel Jesse. Der Stammbaum ist in drei Mal 14 Generationen eingeteilt: die Zahl 14 ergibt in hebräischen Schriftzeichen das Wort DAVID. Jesus, der Nachkomme des Königs Davids.