Dreikönigsfresko

Gleich neben dem Reichsadler ist ein im 19. Jh. rekonstruiertes, großformatiges Fresko mit der Anbetung der Heiligen Drei Könige von um 1400 auf die Wand aufgetragen. Die drei Sterndeuter aus dem Morgenland sind als mittelalterliche Könige dargestellt. Eine lateinische Inschrift erläutert: Der Stern hat sie zum Stall nach Bethlehem geführt. Dort bringen sie dem neugeborenen Kind Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

Im Bildvordergrund ist links der Stifter abgebildet, Friedrich III. von Saarwerden. Er starb im heutigen Bonner Stadtteil Poppelsdorf als Erzbischof und Kurfürst von Köln. Obwohl sein Verhältnis zu den dortigen Ratsherren nicht immer ohne Konflikte blieb, prägte er aufgrund seiner langen Amtszeit (seit 1372) die Stadt erheblich. Dies mag die ungewöhnliche Darstellung des hl. Petrus (als Patron des Kölner Doms) mit dem Schlüssel gemeinsam mit den Kölner Stadtpatronen, den Heiligen Drei Königen, erklären. An ihrem Festtag wurde unter Friedrich 1388 die dortige Universität gegründet.

Von Aachen nach Köln

Zu den heiligen Drei Königen nach Köln reisten für gewöhnlich auch die frisch gekrönten Häupter von Aachen aus. Die Könige des Mittelalters sahen sich in einer Reihe mi den heiligen Drei Königen. Wie im Kampf besiegte Könige, so nahm man an, hätten auch die Heiligen Drei Könige sich demütig dem höchsten König, nämlich Jesus Christus, unterworfen und seien von ihm als Vasallenkönige auf Erden akzeptiert worden. So hat auch der König auf dem Fresko seine Krone niedergelegt und kniet vor Christus, der den König seinen Segen gibt.