Warme Essen für Wohnungslose durch Martinszug-Lotterie des Bonner Münsters

Spendenübergabe in der Küche der Citystation
14. Februar 2017; Sebastian Eckert

 

BONN. Der festliche Martinszug des Bonner Münsters wird in jedem Jahr mit der Martinslotterie finanziert. Ein Drittel des Erlöses aus der Lotterie, im letzten Jahr 2.100 Euro, gehen immer an einen guten Zweck. Diesmal profitierte der Mahlzeitendienst der Caritas-Citystation von der Aktion. An dampfenden Töpfen übergab Sebastian Stiewe, Leiter der Citypastoral am Bonner Münster, den symbolischen Scheck an Küchenchef Volker Hermann.

 

Der steht zusammen mit seiner Kollegin Mo­ni­ka Wol­ter und dem kleinen Küchenteam im Prälat-Schleich-Haus jeden Tag an den riesigen Töpfen und versorgt bis zu 300 Personen, davon rund 120 bis 130 Wohnungslose.  Um die Be­wohn­ern der bei­den Ob­dach­lo­sen­hei­me und Kli­en­ten von der Stra­ße satt zu kriegen, be­nö­tigt die Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on jähr­lich rund 40 000 Eu­ro Spen­den. Jedes Essen wird mit 1,60 Euro durch die Caritas unterstützt.

 

Doch die Kosten konnten in den letzten Jahren nicht gedeckt werden. Dabei ist das Angebot der Citystation, darunter die Mahlzeit, die Obdachlose für 1,00 Euro kaufen können, ein wertvoller Türöffner.  „Über den Mahl­zei­ten­dienst am Mit­tag er­rei­chen wir vie­le Men­schen in Woh­nungs­not, für die die Hür­de, sich Hil­fe zu su­chen, sonst oft un­über­wind­bar wä­re“, sagt Fach­be­reichs­lei­ter Ge­rhard Ro­den. Es ist einfacher, ins Gespräch zu kommen und Beratungen anzubieten. Damit die Caritas das erfolgreiche Angebot fortsetzen kann, sind Spenden dringend notwendig.

 

20 Bon­ner Ein­zel­händ­ler hat­ten im No­vem­ber für die große Martins-Lot­te­rie am Bonner Münster 150 Prei­se im Wert von mehr als 5000,00 Euro ge­stif­tet, da­run­ter Rei­se-, und Ein­kaufs­guts­chei­ne, Haus­halt­sar­ti­kel, Spiel­zeug und Bü­cher. Ein Los kostete 1,50 Euro.

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