Generalsanierung: Fünf Dinge, die sie jetzt wissen müssen

20,22 Millionen Euro für Bonns schönsten Bau
6. Februar 2017; Sebastian Eckert (sebastian.eckert@katholisch-bonn.de)

Die Generalsanierung des Bonner Münsters beginnt im Herbst. Fünf Dinge, die sie dazu wissen müssen.

  1. Was kostet die Generalsanierung?
    20,22 Millionen Euro. Das wird die Sanierung des Bauwerks voraussichtlich kosten, gab der Generalplaner Dr. Ägidius Strack als erste Kostenschätzung bekannt. Dabei handelt es sich noch nicht um einen Kostenvoranschlag, der kann erst nach der Ausschreibungsphase genauer beziffert werden. Hinzu kommt, wie bei solchen Angaben üblich, eine mögliche Abweichung von 30 Prozent.
  2. Wie sollen Kostensteigerungen vermiedenwerden?
    Gegen Kostensteigerungen ist man nie gefeit. Aber man kann sie versuchen, so niedrig wie möglich zu halten. Deshalb wurde das gesamte Bonner Münster gründlich untersucht. Schäden an Steine, Leitungen, Wände, Dachgestühle und mehr wurden bestmöglich erfasst, um alle möglichen Schäden zu entdecken.
    Dabei fand man nicht nur eine vergessene Gruft, aus der möglicherweise nach der Sanierung ein Kolumbarium wird. Man kann jetzt auch (fast) sicher sein, dass es keine bösen Überraschungen mehr gibt.
  3. Wie viel Geld müssen die Bonner und die Stadt zahlen?
    Ein Großteil der Kosten kommen vom Erzbistum Köln. Der Rest muss von der Kirchengemeinde am Bonner Münster erbracht werden. Dies wird schwierig. Dafür wurde der Münster-Bauverein gegründet. Er sammelt Spenden und sucht Spender und Menschen, die sich mit Aktionen, Tipps und Ideen einbringen möchten Die Stadt Bonn ist nicht als Geldgeber involviert.
  4. Wann geht es los?
    Im zweiten Halbjahr 2017 schließt das Bonner Münster für mindestens zweieinhalb Jahre Generalsanierung. Die vollständige Schließung ist nötig, damit die Bauarbeiten so rasch wie möglich durchgeführt werden können.

  5. Die Voruntersuchungen sind doch schon längst abgeschlossen. Warum geht es nicht jetzt schon los?
    Alle Maßnahmen laufen höchst planvoll ab. Dank Projektleiter Dr. Ägidius Strack und den Architekten von Hahn+Helten werden die Gewerke detailliert aufeinander abgestimmt. Das geht nur, wenn alle Genehmigungen vorhanden, und alle Maßnahmen im Detail geklärt sind. Einzelne Bereiche der Generalsanierung mussten und müssen teils noch noch mit den Denkmalschutzbehörden, der Stadt Bonn und den Institutionen im Erzbistum Köln abgestimmt werden. Bevor dies nicht geschehen ist, kann auch nicht ausgeschrieben oder angefangen werden.

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