Generalsanierung des Bonner Münsters

Seit September 2014 steht fest: Das Bonner Münster bedarf einer Generalsanierung. Bis zur Fertigstellung gibt es aber noch viel zu tun. Hier gibt es den aktuellen Sachstand.

 

  • Die erste Kostenschätzung (keine Kostenfeststellung) geht von 20,22 Millionen Euro aus.
  • Mit einem Baubeginn ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2017 zu rechnen.
  • Die Ausführung der Sanierung wird mindestens 2 Jahre dauern. Während dieser Zeit muss das Münster schließen. Gottesdienste und Seelsorge werden dann "umziehen" in die Remigius-Kirche.
  • Der Bonner Münster-Bauverein hat deswegen die Initiative "Mein Herz schlägt für's Bonner Münster" ins Leben gerufen, um die Generalsanierung zu unterstützen.

 

Die Generalsanierung des Bonner Münsters ist keine leichte Aufgabe. Das Bauwerk, dass der Nukleus der Bundesstadt Bonn, das ihr Wahrzeichen, das Touristen- und Fotomagnet ist, ist in die Jahre gekommen. Die letzte Generalsanierung ist vor 40 Jahre erfolgt und wurde mit, so ist aus heutiger Sicht klar, einer suboptimalen Wahl der Maßnahmen ausgeführt.

 

Seit dem Augenblick, als klar wurde, dass das Bonner Münster nicht mit einer kurzen, einfachen Erneuerung zu retten, sondern einer gut geplanten Generalinstandsetzung bedarf, haben die Kirchenvorstände gemeinsam mit Münsterpfarrer Wilfried Schumacher sich sehr viel Zeit für die Analyse genommen, viel Sachverstand und Informationen eingeholt und mit der Voruntersuchung zur Sanierung begonnen.

 

Für den kleinsten Seelsorgebereich im Erzbistum Köln ist die jetzt vorliegende, erste und vorsichtige Kostenschätzung von mindestens 20,22 Millionen Euro ein Schock und eine hohe Bürde. Doch klar ist auch: Die rund 3300 Gemeindemitglieder, die zur Münsterpfarre gehören, können die Sanierung finanziell nicht stemmen.

 

Diese Generalsanierung soll nicht nur Schäden beseitigen, die der Zahn der Zeit ins Mauerwerk gefressen hat, sondern das Bonner Münster auch wieder allen Menschen zugänglich machen. Die anstehenden Maßnahmen sollen das Bauwerk für die nachfolgendenden Generationen in jedweder Hinsicht erhalten und weiterhin nutzbar machen.

 

Das Bonner Münster ist krank. Es zu retten, kann nur mit Hilfe aller Menschen erfolgen, die es täglich sehen, lieben, schätzen, bemerken, wollen.