Abschluss der Voruntersuchungen zur Generalsanierung

24.02.2016

Über eineinhalb Jahre ist es her, dass die Voruntersuchungen zur Generalsanierungen des Bonner Münsters begannen. Jetzt liegen detailliert die Ergebnisse vor. Sie zeigen ein erschreckendes Bild: Die Sanierung des Bonner Wahrzeichens ist eine millionenschwere Aufgabe für die kleine Pfarrgemeinde im Herzen der Bundesstadt.

 

Eine gesamtstädtische Aufgabe

Die Generalsanierung des Bonner Münsters ist keine leichte Aufgabe. Das Bauwerk, dass der Nukleus der Bundesstadt Bonn, das ihr Wahrzeichen, das Touristen- und Fotomagnet ist, ist in die Jahre gekommen. Die letzte Generalsanierung ist vor 40 Jahre erfolgt und wurde mit, so ist aus heutiger Sicht klar, einer suboptimalen Wahl der Maßnahmen ausgeführt.

 

Seit dem Augenblick, als klar wurde, dass das Bonner Münster nicht mit einer kurzen, einfachen Erneuerung zu retten, sondern einer gut geplanten Generalinstandsetzung bedarf, haben die Kirchenvorstände gemeinsam mit Münsterpfarrer Wilfried Schumacher sich sehr viel Zeit für die Analyse genommen, viel Sachverstand und Informationen eingeholt und mit der Voruntersuchung zur Sanierung begonnen.

 

Für den kleinsten Seelsorgebereich im Erzbistum Köln ist die jetzt vorliegende, erste und vorsichtige Kostenschätzung von mindestens 20,22 Millionen Euro ein Schock und eine hohe Bürde. Doch klar ist auch: Die rund 3300 Gemeindemitglieder, die zur Münsterpfarre gehören, können die Sanierung finanziell nicht stemmen.

 

Das Bonner Münster war seit jeher nicht nur eine Gemeindekirche. Sie ist die Kirche der Stadt Bonn. Der erste Bau entstand auf den Gräbern der Stadtpatrone, um sie wuchs die Stadt Bonn, hier wurde vor 850 Jahren die Basilika aus der Taufe gehoben, die seitdem das Stadtbild und städtische Leben prägt und Touristen anlockt. Sie stiftete jahrhundertelang und stiftet noch immer ein gemeinsames Identitätsbewusstsein für die Stadt und. Sie zu sanieren, muss eine gemeinsame Aufgabe für alle Menschen dieser Stadt werden.

 

Dabei soll diese Generalsanierung nicht nur Schäden beseitigen, die der Zahn der Zeit ins Mauerwerk gefressen hat, sondern das Bonner Münster auch wieder allen Menschen zugänglich machen. Die anstehenden Maßnahmen sollen das Bauwerk für die nachfolgendenden Generationen in jedweder Hinsicht erhalten und weiterhin nutzbar machen.

 

Das Bonner Münster ist krank. Es zu retten, kann nur mit Hilfe aller Menschen erfolgen, die es täglich sehen, lieben, schätzen, bemerken, wollen. Wir glauben, dass dies möglich ist.